Den Lawinen entronnen

Vorarlberg / 31.01.2020 • 12:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Lawinenairbag dürfte einen 19-jährigen Deutschen in Zürs vor Schlimmerem bewahrt haben. <span class="copyright">Symbol: Apa </span>
Der Lawinenairbag dürfte einen 19-jährigen Deutschen in Zürs vor Schlimmerem bewahrt haben. Symbol: Apa

Ausgelöste Schneebretter im freien Skiraum wurden am Donnerstag insgesamt sechs Skitourengehern beinahe zum Verhängnis.

Tschagguns, Zürs Das Wagnis einer Skitour in den freien Skiraum ging am Donnerstag für ein Vorarlberger Ehepaar noch glimpflich aus: Als ein 59-jähriger Skitourengeher gegen 11.10 Uhr mit seiner 60-jährigen Ehefrau im Skigebiet Golm von der Bergstation Rätikonbahn zur Latschätzalpe unterwegs war, beabsichtigte das Paar mit den Tourenskiern entlang des Golmer Höhenweges zur Lindauer Hütte aufzusteigen. Mit etwa 20 Metern Entlastungsabstand ging der Vorarlberger mit seinem Splitboard voraus. Doch schon nach wenigen Metern Aufstieg löste sich oberhalb des Paares ein Schneebrett, das den Mann erfasste. Der Vorarlberger wurde bis zu den Schultern verschüttet, konnte aber von seiner Ehefrau mit einer Lawinenschaufel ausgegraben werden. Beide blieben unverletzt.

Vom Airbag gerettet

Am selben Tag gegen 12 Uhr fuhren zwei ausgebildete Landesskilehrer – ein 19-jähriger Deutscher und ein 33-jähriger Italiener – gemeinsam im freien Skiraum vom von Zürs aus in Richtung „Wiesele“. Es herrschte Lawinenwarnstufe 3, weshalb die Beiden einen flacheren Geländebereich wählten, um in das Tal abzufahren. Während der Abfahrt fuhr der 19-Jährige wider Erwarten dann doch in den steileren Bereich ein, löste bei der Einfahrt ein Schneebrett aus und wurde von ihm mitgerissen. Dem jungen Mann gelang es jedoch, seinen Airbag im Lawinenrucksack auslösen und dadurch eine Verschüttung verhindern. Da er durch das Schneebrett allerdings seine Skier verlor, war eine weitere Abfahrt nicht möglich. Die beiden Skifahrer wurden vom alarmierten Notarzthubschrauber „Gallus 1“ mit einem Tau geborgen. Auch sie blieben unverletzt.

Ebenso Glück hatten nur zehn Minuten später auch zwei der Polizei unbekannte Wintersportler in Zürs, als sie von der Bergstation Flexenbahn kommend in Richtung „Ochsenboden“ im freien Skiraum talwärts unterwegs waren. Unterhalb der sogenannten „Nadel“ fuhren die Beiden in eine steile und enge Rinne ein, wodurch sich eine Schneebrettlawine auslöste. Laut Zeugenangaben konnten die Wintersportler mittels Schussfahrt aus der Lawinensturzbahn ausfahren, wurden nicht verschüttet und setzten ihre Fahrt fort.