Kanisfluh in der Warteschleife

Vorarlberg / 31.01.2020 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gesetzesnovelle verzögert Beschluss der Landesregierung.

Au, Schnepfau, Mellau Naturschützer drängten schon in den 1990er-Jahren darauf. Als bekannt wurde, dass die Firma Rüf am Fuß der Kanisfluh Kies abbauen möchte, flammte die Diskussion erneut auf. Ein VN-Stammtisch im August 2017 brachte den Stein schließlich ins Rollen. Die von Naturschutzlandesrat Johannes Rauch angekündigte Prüfung ergab, dass bei der Kanisfluh alle im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung angeführten Kriterien für eine Unterschutzstellung vorlägen. Es folgten Gespräche mit den betroffenen Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau und ein Verordnungsentwurf, der Ende Juni 2019 zur Begutachtung versendet wurde. Seither ist es ruhig geworden um das geplante „Landschaftsschutzgebiet Kanisfluh“ mit seiner streng geschützten Kernzone (siehe Grafik). 

Grund dafür sei, dass zwischenzeitlich die Novelle des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftsentwicklung und die damit verbundene geänderte Öffentlichkeitsbeteiligung in Kraft getreten sei, heißt es aus dem Büro von Landesrat Rauch. Der Verordnungsentwurf sei daher aus „rein formalgesetzlichen Gründen“ Anfang Oktober nochmals für einen Monat auf der Homepage des Landes veröffentlicht worden. Derzeit würden alle eingetroffenen Stellungnahmen gesichtet und darauf aufbauend der Verordnungsentwurf gegebenenfalls überarbeitet: „Unser Ziel ist es, dass die Unterschutzstellung der Kanisfluh noch im ersten Halbjahr von der Landesregierung beschlossen wird.“ Vn-ger