Mehrheitswahl in zwölf ­Vorarlberger Gemeinden

Vorarlberg / 03.02.2020 • 21:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Am 15. März wird in Vorarlbergs Kommunen gewählt. Die Bürger sind zu zwei Wahlen aufgerufen: zur Gemeindevertretungswahl und zur Bürgermeister-Direktwahl. Zumindest in 84 von 96 Gemeinden. Am Freitag endete die Frist für die Wahlanmeldung. In zwölf Gemeinden hat sich niemand angemeldet, dort findet keine klassische Wahl mit Listen und Bürgermeisterkandidaten statt. Die Bürger wählen ihre Vertretung per Mehrheitswahl.

Vier Gemeinden weniger

Die Landesverfassung spricht von „Wahlen in die Gemeindevertretung in Ermangelung von Wahlvorschlägen“. Wenn sich keine Liste anmeldet, kann auch keine gewählt werden: Den Bürgern wird ein leeres Blatt vorgelegt, auf dem sie die Namen eintragen können, die sie gerne in der Gemeindevertretung sehen möchten. Sie dürfen doppelt so viele Namen eintragen, wie es Plätze in der Gemeindevertretung gibt. Die Personen mit den meisten Nennungen ziehen in die Gemeindevertretung ein – sofern sie das wollen. Das Gremium wählt schließlich einen Bürgermeister. Vor fünf Jahren wurde noch in 16 Gemeinden so gewählt.

In allen anderen Gemeinden steht an diesem Freitag fest, wer antritt. In Kommunen mit einer Wahlanmeldung können noch bis 7. Februar, 17 Uhr, Wahlvorschläge eingereicht werden. VN-mip

Mehrheitswahl

Bezirk Bregenz Mellau, Schnepfau, Schröcken, Bizau

Bezirk Feldkirch Viktorsberg

Bezirk Bludenz Blons, Bürserberg, Dalaas, Innerbraz, Klösterle, Lorüns, St. Gerold

Wahltermin 15. März 2020

Mehrheitswahl funktioniert so: Es liegen keine Stimmzettel auf, sondern leere Zettel mit doppelt so vielen freien Zeilen wie es Plätze in der Gemeindevertretung gibt

Stichwahltermin 29. März 2020. In Gemeinden, in denen im ersten Wahlgang kein Bürgermeisterkandidat mindestens 50 Prozent der Stimmen erreicht, gibt es eine Stichwahl