Feldkirchs Pinke wollen VP-Absolute brechen

Vorarlberg / 04.02.2020 • 16:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Peter Scheffknecht (Listenplatz 7), Eva Maria Hämmerle (2), Agnes Gehrer Wachter (4), Bürgermeisterkandidat Georg Oberndorfer, Mathias Scheyer (3), Fabienne Lackner (6) und Georg Kornexl (5). Neos
Peter Scheffknecht (Listenplatz 7), Eva Maria Hämmerle (2), Agnes Gehrer Wachter (4), Bürgermeisterkandidat Georg Oberndorfer, Mathias Scheyer (3), Fabienne Lackner (6) und Georg Kornexl (5). Neos

Die Neos haben sich für die Gemeindewahl viel vorgenommen.

Feldkirch Mit einem jungen und vergrößerten Team bringen sich die Neos für die Wahl am 15. März in Feldkirch in Stellung. Georg Oberndorfer (45), der erneut als Spitzenkandidat die Liste anführt und auch als Bürgermeister kandidieren wird: „Wir sind eine Bewegung von ganz normalen Bürgern, die sich in der Kommunalpolitik engagieren. Wir wollen Bürger dabei unterstützen, dass ihre Anliegen gehört werden. Die Kinderstadtvertretung, die auf unsere Initiative zurückgeht, ist ein erster Schritt in diese Richtung.“

Auf Listenplatz zwei folgt Eva-Maria Hämmerle (34). Die Juristin will sich insbesondere für Umweltthemen engagieren. Auf Listenplatz drei kandidiert Chirurg Mathias Scheyer (63). Neben seinem kulturellen Engagement ist für ihn die Seniorenbetreuung eine Herzensangelegenheit. Listenvierte ist die 31-jährige Juristin Agnes Gehrer-Wachter. Ein modernes Bildungssystem und eine flächendeckende Ganztagsbetreuung stehen im Zentrum ihres Engagements. Mit Gerold Kornexl (54) folgt auf Listenplatz fünf ein Neuzugang: Der einstige Ortsvorsteher von Tisis hat der Volkspartei den Rücken gekehrt und will als parteifreier Mandatar im Kontrollausschuss der Stadt auf die Finger schauen.

Die Pinken haben sich in Feldkirch als Kontrollkraft bewährt, sagt Oberndorfer, und: „Ins Montforthaus fließen immer noch jährlich 2,5 Millionen Euro an Zuschuss. Vor allem die defizitäre Gastronomie im Dachgeschoß ist uns ein Dorn im Auge.“ Konsequent wollen die Neos auch beim Thema Campingplatz bleiben: „Wir sehen nicht ein, dass beim Campingplatz für einen Wellnessbereich, der den Urlaubern vorbehalten sein soll, Steuergelder verwendet werden.“ Gemeinsam mit Kornexl und Bernhard Schöch haben die Neos eine Beschwerde bei der Gemeindeaufsicht eingebracht.

„Absolute Macht der VP beenden“

Verärgert zeigt sich Oberndorfer über den absoluten Machtanspruch der Volkspartei im Rathaus: „Die Volkspartei betrachtet Feldkirch immer noch als ihr Eigentum. Alle wichtigen Entscheidungen fallen in den alten und informellen Zirkeln. In den Gremien findet kein echter Diskurs statt, und die schwarzen Mandatare nicken alles einfach nur ab. Anliegen der Bürger, wie zum Beispiel eine Einschränkung der Überfahrt über die Letze, oder die Diskussion rund um das Pädagogische Förderzentrum, werden als lästig empfunden.“ Deklariertes Ziel der Neos: Die Zeit der absoluten Macht der VP in Feldkirch müsse zu Ende gehen. „Wir werden dieses alte schwarze System schachmatt setzen“, gibt sich Oberndorfer kämpferisch. Er glaubt, dass vier Mandate und ein Sitz im Stadtrat möglich sind. VN-TW

„Wir werden dieses alte schwarze System in Feldkirch schachmatt setzen.“