Neos auf Werbetour für mehr Volksschulpädagogen

Vorarlberg / 04.02.2020 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

DORNBIRN Der Lehrermangel bedroht die Zukunftschancen unserer Kinder. Davon ist Sabine Scheffknecht, Landessprecherin der Neos in Vorarlberg, überzeugt. Die jetzt schon kritische Personalsituation dürfte sich durch mittelfristige Pensionen noch weiter verschärfen, glaubt Scheffknecht. „Wir brauchen deshalb einen konkreten Plan, um dem LehrerInnenmangel an den Vorarlberger Volksschulen entgegenzuwirken“, sagt die Frontfrau der Pinken.

Zuerst einmal müsse der konkrete Bedarf an Pädagogen, unter Berücksichtigung von Inklusion, Ganztagsschulen und Sprachförderung, ermittelt werden. Scheffknecht würde sich längerfristig einen Überhang an Lehrpersonen wünschen, um einerseits Ausfälle kompensieren zu können und andererseits über eine gewisse Auswahl zu verfügen. Die Neos-Bildungssprecherin sieht in der kurzfristigen Personalabdeckung bei pensionierten Lehrpersonen ein Potenzial. „Um diese zu gewinnen, müssen die Pensionisten aber entsprechend wertgeschätzt und auch bezahlt werden.“

Als mittelfristige Maßnahme sieht Scheffknecht die Anwerbung von mehr QuereinsteigerInnen. Das sollte auch im Fächerangebot der pädagogischen Hochschule Berücksichtigung finden. „Diese Menschen müssen einfacher im Lehrberuf Fuß fassen können. Vordienstjahre sollten ihnen beim Gehalt angerechnet werden.“

Langfristige Werbemaßnahmen zur Attraktivierung des Lehrberufs sowie personelle und finanzielle Autonomie der Schulen sind weitere Forderungen der Neos an die Bildungspolitik im Land. VN-HK

„Quereinsteiger müssen einfacher im Lehrberuf Fuß fassen können.“