Schnaps richtig ­verschneiden lernen

Vorarlberg / 04.02.2020 • 16:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kursbesucher konnten viele Fragen stellen und über den Verschnitt in Theorie und Praxis lernen. cth
Die Kursbesucher konnten viele Fragen stellen und über den Verschnitt in Theorie und Praxis lernen. cth

Der OGV lud zum dritten Teil des Schnapsbrennerkurses.

Dornbirn Vergangene Woche stand der Höhepunkt im dritten Teil des Schnapsbrennerkurses des OGV Dornbirn an – der Verschnitt. Zahlreiche Neueinsteiger und Jungbrenner ließen es sich nicht nehmen, alles Wissenswerte rund ums „Schnaps verschneiden“ zu erfahren. Dabei waren die Teilnehmer des Kurses – der auch dieses Mal bis auf den letzten Platz ausgebucht war – in besten Händen.

OGV-Vorstandsmitglied und Schnapsprofi Sigi Wohlgenannt sowie „Schnapsguru“ Albert Loacker fungierten als Referenten, die den Neo-Schnapsbrennern wieder mit Rat und Tat zur Seite standen.

Der eigene Schnaps ist der beste

Nachdem die Maische gebrannt wurde und der Brand eine Zeit lang gelagert hat, war es nun an der Zeit, den Brand trinkfertig zu machen und ihn auf Trinkstärke einzustellen. Worauf dabei geachtet werden muss, erklärten die beiden Kursleiter anschaulich in Theorie und Praxis. Zahlreiche Teilnehmer hatten auch ihren eigenen Edelbrand mit ins Alpenvereinsheim Dornbirn gebracht und stellten Fragen bezüglich Lagerung, Härte des Wassers, Temperaturen und wie man die Mischungstabelle von Alkohol und Wasser richtig anwendet.

Dazu gab es auch wieder einige spannende von Sigi Wohlgenannt und Albert Loacker. Letzterer blickt auf eine mittlerweile 55-jährige „Brennkarriere“ zurück und hat dementsprechend viel zu berichten. „Wenn der Edelbrand in der Nase Dichte, Fülle und Sattheit verspricht, dann ist das ein gutes Zeichen für die Verkostung und es gilt die Regel: ,Der eigene Schnaps ist der beste‘!“, gab Loacker dem Schnapsnachwuchs mit auf den Weg. Die Besucher beim Verschnittkurs kamen an diesem Abend außerdem in den Genuss, einem der letzten Vorträge von Loacker zu lauschen, da sich dieser langsam zurückziehen möchte.

Gesprächsstoff gab es im Anschluss dann noch reichlich. Bei einem gemütlichen Hock wurden Brände degustiert und auch besprochen, viele Erfahrungen wurden ausgetauscht. cth