Sturm Petra fegt über Vorarlberg

Vorarlberg / 04.02.2020 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Landesrat Gantner</span>Der Sicherheitslandesrat beim Lokalaugenschein an der Bregenzerach.
Landesrat GantnerDer Sicherheitslandesrat beim Lokalaugenschein an der Bregenzerach.

Mit Geschwindigkeiten von bis zu über 140 km/h brachte „Petra“ Sturmschäden und Neuschnee. Die Lawinenwarnstufe steigt in hohen Lagen.

„Petra“ hielt in der Nacht auf Dienstag die Vorarlberger Feuerwehren in Atem. Für die Feuerwehr Ludesch begann es bereits um 17:20 Uhr mit einem Einsatz bei der VKW-Sperre Gstins bei Thüringerberg, hier kam es zu einem Wassereinbruch ins Gebäude. Die Florianijünger mussten das Wasser abpumpen.

Windgeschwindigkeit bis 140 km/h

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu weit über 100 km/h fegte das Sturmtief ab 3 Uhr über das Land. Im Rheintaler Unterland verzeichneten die Messstationen Geschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h, am Karren 117 km/h und am Diedamskopf sogar über 140 km/h.

Eindrücke der anhaltenden Sturmböen über Vorarlberg.

Zahlreiche Sturmschäden

Die Feuerwehren verzeichneten allein von 3 Uhr in der Nacht bis zum Vormittag 29 Einsätze, davon vier nach 8 Uhr. Meist verlegten Bäume und Äste Straßen, in Dornbirn wurden auch ein abgedecktes Dach gemeldet. „Böse Petra, heute kein Bier mehr für dich!“, nimmt man bei der Mohrenbrauerei die Sturmschäden am Lagerstand in den sozialen Medien mit Humor. Größere Schäden blieben bisher jedoch aus, verletzt wurde bislang niemand.

Lawinenwarnstufe 4

Die Wettersituation verschärft jedoch gleichzeitig die Lawinensituation. „Petra“ brachte bis zu einem halben Meter Neuschnee am Arlberg und im Kleinwalsertal, untertags halten die Niederschläge an. Für den Nachmittag wird für Lagen über 1.800 Meter im ganzen Land die Lawinenwarnstufe 4 erwartet. Die Bregenzerach führt derzeit ein fünfjähriges Hochwasser, warnt Landesrat Christian Gantner. “ Mit dem Fallen der Schneefallgrenze und vermindertem Niederschlag wird sich die Situation im Laufe des Vormittags weiter entschärfen“, beruhigt er in den sozialen Netzwerken und dankt den Einsatzkräften für ihre Arbeit.

Vonseiten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik erwartet man, dass im Laufe des Nachmittags die Schneefallgrenze auf etwa 800 bis 1100 Meter sinkt. Auch am Nachmittag ist mit Schneeregen und kräftigem Wind vor allem im Bregenzerwald zu rechnen. Die Temperaturen fallen über den Tag hinweg auf 0 bis 4 Grad.