Apotheke Tosters kommt nun fix

Vorarlberg / 05.02.2020 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hier könnte bald die Apotheke für Tosters entstehen. VN/SCHWEIGKOFLER

Nach der sechswöchigen Frist ist klar: Es gibt keinen weiteren Einspruch, die Apotheke kann kommen.

Feldkirch Sechs Wochen hatten die Beschwerdeführer Zeit, einen Einspruch gegen die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts für die Zulassung der Apotheke in Tosters einzulegen. „Es werden vonseiten meiner Klienten keine weiteren Rechtsmittel in Anspruch genommen“, lässt Eleonore Berchtold-Ostermann, ehemalige Verfassungsrichterin und Vertreterin mehrerer Gegner der Apotheke, ausrichten.

Erleichterung bei Befürwortern

Eine weitere Apotheke hat bereits im Vorfeld erklärt, keinen Einspruch einlegen zu wollen. Damit ist der Weg frei für die Apotheke in Tosters. „Wir freuen uns für die Tostner Bevölkerung, dass sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt hat“, begrüßt Christian Fiel von der Bürgerinitiative die nun herrschende Rechtssicherheit. Fiel ist dankbar, dass vonseiten der anderen Feldkircher Apotheken auf Rechtsmittel verzichtet wurde. Jahrelang hatte sich die Bürgerbewegung für die Apotheke eingesetzt, sammelte 2016 insgesamt 2900 Unterschriften von den rund 6000 Tostner Einwohnern. Auch die VN-Regionalumfrage zeigte den Wunsch nach einer Apotheke in Tosters. Bürgermeister Wolfgang Matt begrüßt ebenfalls das Ergebnis und dankt der Bürgerbewegung, dem Krankenpflegeverein Tosters und dem Mobilen Hilfsdienst für ihr Engagement.

„Wir freuen uns extrem für die Tostner Bevölkerung“

Christian Fiel von „Apotheke für Tosters“

Erleichterung herrscht auch bei der Konzessionbewerberin. Nun komme jedoch viel Arbeit auf sie zu, die sie jedoch nicht alleine stemmen müsse, veweist sie auf das hinter ihr stehende Konsortium. Nun geht es an die Detailplanungen mit dem Bauträger des Ortszentrum Tosters, in dem die Apotheke ihren Platz finden soll. Dieser hat die Räumlichkeiten bisher für die Apotheke freigehalten.

Eröffnungstermin noch offen

Einen Eröffnungstermin könne die erfahrene Pharmazeutin noch nicht nennen, verweist sie auf die erst 2019 eröffnete Apotheke in Nofels. Hier brauchte es eine sechsjährige Prozedur , bevor die Apotheke eröffnen konnte. Auch für diese ging es damals bis zum Landesverwaltungsgericht, bevor die Gegner ihre Beschwerden zurückzogen.

Möglich sind die beiden neuen Apotheken Nofels und Tosters grundsätzlich nur, weil die Europäische Union den österreichischen Gebietsschutz für Apotheken kippte. Davor benötigte jede Apotheke einen fix gesicherten Kundenstamm von 5500 zu versorgende Personen. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft mehr Freiraum bei der Genehmigung neuer Apotheken. Im Verfahren sprach sich die Apothekerkammer grundsätzlich für den Bedarf einer Apotheke in Tosters aus.