Bürgermeisterkandidat Simon Tschann will Gastgeber in der Politik sein

Vorarlberg / 06.02.2020 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs steht ganz oben auf der Liste des Bludenzer Bürgermeisterkandidaten Simon Tschann. VP

Zehn-Punkte-Plan für eine Zukunft mit Bürgernähe, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit präsentiert.

Bludenz Er wolle ein Gastgeber in der Politik sein, sagte der Bludenzer ÖVP Bürgermeisterkandidat Simon Tschann anlässlich der offiziellen Programmpräsentation, die treffender Weise in der Brotbar beim Postplatz stattfand. „Ich stehe für einen völlig neuen Politstil in Bludenz, für eine Ära der Wertschätzung und des gemeinsamen Tuns“, so der 27-Jährige.

Unter Einbeziehung zahlreicher Bürger waren von Tschann und seinem Team in den letzten Wochen und Monaten „Zehn Punkte für Bludenz“ zusammengetragen worden. Als Hauptanliegen der Bludenzer sei ein Ende der Streitereien und des politischen Hickhacks in der Bezirkshauptstadt hervorgegangen. Nicht zuletzt deshalb soll unter seiner Führung die parteiübergreifende Zusammenarbeit forciert werden. Zudem will der gelernte Gastronom den Fokus auf die Bürger der Stadt legen. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem offenen Rathaus. Konkret angedacht ist auch ein Bürgerfonds in Höhe von 100.000 Euro. „Dabei werden Ideen aus der Bevölkerung gesammelt und von einer Bürgerjury entschieden, was mit dem Geld passiert“, beschreibt Tschann die Idee dahinter. 

Erste Akzente würden unter einem Bürgermeister Simon Tschann im Bereich der Mobilität gesetzt werden, versicherte der Jungpolitiker. Neben einer kostenlosen Benutzung des Stadtbusses, für die in Bludenz Mehrkosten von rund 340.000 Euro jährlich anfallen würden, strebt er zudem einen neuen Ringbus für die Region Bludenz-Bürs-Nüziders an, Kostenpunkt rund 286.000 Euro.

Auch dem Ehrenamt will der Betriebswirt vermehrt Bedeutung beimessen und mit einem Vereinsfest den rund 200 Vereinen der Stadt eine Plattform bieten. „Wahlversprechen wird es von mir keine geben. Alle sollen gleich behandelt werden“, so Tschann. In städtebaulicher Hinsicht will der ÖVP-Bürgermeisterkandidat mit einem großen Gesamtplan an die Entwicklung der einzelnen Quartiere etwa beim Rathaus oder dem Stadtsaal herangehen.