Lydia hat ihre Luna wieder

Vorarlberg / 06.02.2020 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Glücklich hält Lydia Mäser ihren verloren gegangenen Schatz wieder in den Armen. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Glücklich hält Lydia Mäser ihren verloren gegangenen Schatz wieder in den Armen. VN/Steurer

Suche nach abgängigem Welpen im dunklen Wald fand für die Wolfurterin Lydia Mäser (84) ein glückliches Ende.

Wolfurt Liebevoll streichelt die rüstige Wolfurterin ihren fünf Monate alten Welpen Luna, der lebhaft auf ihrem Schoß zappelt. Die Pensionistin ist froh, ja wahrlich glücklich, denn sie hat eine verzweifelte Nacht hinter sich. „Mein Sohn ist Arzt, er musste mir eine Schlaftablette geben“, schildert sie die aufgeregten Stunden in der Nacht auf Donnerstag.

Lydia Mäser erzählt den VN, was in der Nacht auf Donnerstag geschehen war.

Leine verhaspelt

Was war geschehen? „Ich war mit Luna am Mittwochnachmittag spazieren, als sich plötzlich die Leine verhaspelte, ich den Griff verlor und Luna samt Strick weglief. Ja, sie war einfach weg, verschwunden im tiefen Wald.“

Besorgt alarmierte Lydia Mäser per Telefon ihre Enkelkinder an. Nur wenig später tummelte sich im Wald ober dem Wolfurter Schloss eine ganze Schar von Leuten, die sich auf die Suche nach dem abtrünnigen Welpen machte. Unter ihnen nicht nur die Familie der Wolfurterin, sondern auch Nachbarn, die Polizei, ein Jäger und später auch die Bergrettung.

Die verzweifelte Suche über Stock und Stein im finsteren Wald zog sich bis in die Dunkelheit fort. Doch ohne Erfolg. Luna ist noch so jung, dass sie mit Bellen nicht auf sich aufmerksam machen kann. Rund 30 Personen haben sich an der Suchaktion beteiligt, ehe sie in den Nachtstunden abgebrochen werden musste. Es war bitterkalt.

Im Carport versteckt

Doch dann, am nächsten Morgen, kam der erlösende Anruf: „Eine Nachbarin meldete sich bei mir und sagte, dass sich Luna in ihrem Carport versteckt hatte.“ Dabei hatte die fünf Monate alte Hündin noch Glück, da sich die Leine am Rad eines Autos verfangen hatte und sie beinahe überfahren worden wäre.

Nun ist die Pensionistin unendlich glücklich, denn Luna liegt ihr wie am Herzen wie ein eigenes Kind. „Ich habe sie monatelang aufgepäppelt“, erzählt sie. Erst im vergangenen November war ihr alter Hund verstorben, die Enkelkinder trösteten sie mit dem Welpen, einem Straßenhund, den sie extra aus Martinique einfliegen ließen und von Paris abholten.