Skigebiete hoffen auf stabile Schneelage

Vorarlberg / 07.02.2020 • 20:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skigebiete wie hier Alberschwende bereiten sich auf die Semesterferien vor. VN/STEURER

Bisher zeigt sich 2020 vergleichsweise arm an Schnee. Vor allem niedrig gelegene Skigebiete fürchten das warme Wetter in der Hochsaison.

„Wenn es so bleibt, sind wir zufrieden“, erklärt Hannes Waldner vom Skigebiet Schetteregg mit Blick auf die Semesterferien. Derzeit könne man sechs der acht Liftanlagen betreiben, es ist kalt genug für die Schneekanonen. Langfristige Planungen sind jedoch schwierig. „Die Schneesituation ist für Februar untypisch“, bestätigt Waldner. Dass einen der Dezember im Stich lasse, sei man bereits gewohnt, vom Februar jedoch nicht. Die Bilderbuchskitage seien im Jänner selten gewesen, Wetter und Temperaturen wechseln schnell und oft. Er wolle jedoch nicht klagen, das Weihnachtsgeschäft sei besser als im Vorjahr gewesen, man könne alle Skikurse und Anfängerlifte bedienen. Dennoch, während die Gäste brav gekommen seien, habe man das Ausbleiben der Tagesgäste gespürt.

„Die Schneesituation ist für Februar untypisch.“

Hannes Waldner, Schetteregg

42 Prozent weniger Niederschlag

Tatsächlich ist Väterchen Frost im Jänner ein seltener Gast in Vorarlberg gewesen. 42 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt verzeichnet die ZAMG für Vorarlberg. Der Februar stellt jedoch mit den Semesterferien die Hochsaison dar. Gerade am Bödele spürt man das warme Wetter. Die letzten Tage brachten weniger Schnee als erhofft, nun blickt man gespannt auf den prognostizierten Niederschlag am Montag: Bringt dieser Schnee, ist es gut. Regnet es jedoch, wird es schwierig für die Schneedecke. Bereits jetzt hat man zu wenig Schnee, um Steilhänge präparieren zu können. Die gute Nachricht ist jedoch, dass man genug Schnee an den Übungsliften hat, die Skikurse finden statt.

Ähnlich ist die Situation an der Niedere in Andelsbuch. Aufgrund der Schneesituation konnte man in dieser Saison beinahe nur am oberen Plateau fahren, vorletzte Woche war nicht einmal mehr das möglich. Bürgermeister Bernhard Kleber hofft nun, dass über die Semesterferien die Schneesituation am Plateau stabil bleibt – und auf Skistimmung bei den Wintersportlern. Gerade hier seien Schneefälle wichtig, um die Leute zum Skifahren zu animieren, denn in Andelsbuch lebt man vor allem von den Tagesgästen.

Hohe Erwartungen an den Februar

In den südlichen hohen Lagen ist die Situation entspannter. „Wir blicken sehr positiv in den Februar“, bestätigt Hannes Jochum von den Bergbahnen Brandnertal. Die Talschaft sei auf die Semesterferien hin ausgebucht, die Schneelage ausgezeichnet. Die Schneefälle seien natürlich auch hier relevant gewesen, auch er hofft auf die Skilaune der Tagesgäste. „Das ist natürlich wichtig nach den Höhen und Tiefen für die Bergbahnen in den vergangenen Wochen“, weiß Jochum um die Lage der Skiliftbetreiber. Nun hoffe man auf gutes Wetter.

Silvretta freut sich über Saison

In der Silvretta hatte man bereits die ganze Saison am Berg sensationelle Bedingungen, versichert Geschäftsführer Peter Marko, auch wenn es vom Tal aus nicht immer so gewirkt hat. In den letzten Tagen gab es zusätzlich bis zu 80 Zentimeter Neuschnee, durch den Temperatursturz könne man auch die Talabfahrt in Schruns beschneien und befahrbar machen. Mit Blick auf die Buchungslage könne man von einer guten Saison sprechen, die hohe Beliebtheit des Skigebiets und der neuen Rodelstrecke freue die Silvretta Montafon.