Viele Projekte in der Pipeline

Vorarlberg / 07.02.2020 • 18:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So soll das neue Postareal aussehen: Der Entwurf der Ludescher+Lutz Architekten konnte die Wettbewerbsjury überzeugen.
So soll das neue Postareal aussehen: Der Entwurf der Ludescher+Lutz Architekten konnte die Wettbewerbsjury überzeugen.

Egg stehen in den kommenden Jahren große Baustellen ins Haus.

Egg Nach dem Großprojekt ist vor dem Großprojekt. Im Juni 2019 wurde das neue Feuerwehr- und Ärztehaus feierlich eröffnet, im Oktober folgte die Mittelschule. Aktuell befinden sich weitere große Projekte in der Umsetzungspipeline. Hauptthema bleibt der Verkehr. Stichwort: Ortsumfahrung und Ortsdurchfahrt.

Wie berichtet, soll die Kreuzung im Egger Zentrum entschärft werden. „Ein großes Problem ist das Tempo. Als Autofahrer wissen wir, dass wir nicht wegen einer Tafel langsamer fahren, sondern wenn es enger wird“, erläutert Bürgermeister Paul Sutterlüty (57). Bevor die Straßenbauer ihre Zelte aufschlagen können, müssen allerdings zwei Gemeindevorhaben, die Neugestaltung des Postareals und die Verlegung der Bushaltestellen, fertiggestellt werden. Für den neuen Busterminal wird die Brücke über den Schmittenbach 20 Meter verbreitert; derzeit sind noch die geologischen Untersuchungen im Gange. „Beim Postareal ist der Architektenwettbewerb entschieden. Da geht es jetzt an die Planungen“, führt Sutterlüty aus. Das Projekt umfasst ein Geschäfts- und Wohnhaus samt Tiefgarage und Gastronomiebetrieb sowie die Neugestaltung des Platzes. Der Baustart für beide Projekte soll spätestens 2021 erfolgen. Die Redimensionierung der Ortsdurchfahrt ist im Jahr darauf geplant. In der Pipeline hat die Gemeinde Egg außerdem das Kinderhaus, das nach den Plänen von Bernardo Bader direkt am Schmittenbach errichtet werden soll. Eine längerfristige Geschichte dürfte die Ortsumfahrung werden, für die unlängst die Strategische Umweltprüfung (SUP) eingeleitet wurde.

Den gemeinnützigen Wohnbau hat Egg in der letzten Periode in Angriff genommen. Die Anlage der Wohnbauselbsthilfe mit 13 Wohnungen ist seit Kurzem fertiggestellt, eine kleinere, zweite wird nun von der Vogewosi errichtet. Beim Gasthaus Ochsen, das von der Gemeinde erst gekauft und dann wieder verkauft wurde, plant ein privater Betreiber ein Business-Hotel mit Restaurant. Für den gemeindeeigenen Löwen wird derzeit ein Pächter gesucht. Handlungsbedarf gibt es laut Bürgermeister auch beim Personal. „Für die Verwaltungsebene ist das Programm, das wir die letzten vier Jahre gefahren sind, schon extrem belastend. Dort müssen wir handeln. Aktuell suchen wir etwa einen Gemeindekassier“, merkt er an.