Vor Lustenau-Wahl: Dietmar Haller wechselt die Seiten

Vorarlberg / 07.02.2020 • 13:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ortsparteichef Martin Fitz (l) darf bei der Lustenauer FPÖ einen Rückkehrer begrüßen: den von der ÖVP geflüchteten Dietmar Haller. VN/HÄMMERLE

Von der FPÖ zur ÖVP und jetzt wieder zu den Blauen: Streitbarer Gemeinderat sorgt für Paukenschlag.

Lustenau Der Wahlkampfauftakt der Blauen hat es in sich. Am Freitag präsentierte Parteichef Martin Fitz (49) mit Dietmar Haller (57) einen echten Überraschungskandidat als Nummer drei auf der FPÖ-Liste. Bis am Donnerstag war der Verkehrsexperte noch Mobilitätsgemeinderat der ÖVP. Jetzt trat er bei den Schwarzen aus und wechselte die Seiten. Das tat er er bereits vor 15 Jahren. Damals zog es Haller von den Blauen zu den Schwarzen. Aus der FPÖ war er zuvor wegen eines Riesenstreits im Zusammenhang mit der S 18 ausgetreten.

Als Mobilitätsgemeinderat sei er in der letzten Legislaturperiode von Bürgermeister Kurt Fischer geschnitten worden. Er habe keine Informationen mehr bekommen, von ihm erbrachte Leistungen seien von anderen reklamiert worden. „Die ÖVP-Politik in der Gemeinde war in den letzten Jahren mehr Schein als Sein. Nach zehn Jahren ist es zudem Zeit, dass die absolute ÖVP-Mehrheit gebrochen wird.“

Mit der S 18 habe er heute kein Problem mehr. „Die ist ja als untertunnelte Variante geplant. Das war damals nicht der Fall.“ FPÖ-Parteichef Martin Fitz freut sich über den Zuwachs auf der Liste. „Mit Dietmar Haller haben wir nun einen absoluten Verkehrsexperten in unseren Reihen.“