Zum Gedenken

Vorarlberg / 09.02.2020 • 16:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Lustenau Ihr sehnlichster Wunsch, wieder in ihr Haus im Hagenmahd heimkehren zu können, sollte sich für Maria Hämmerle, besser bekannt als Mary, nicht mehr erfüllen. Als sie endlich wieder Hoffnung schöpfte, machte sich eine schwere Erkrankung der Gallenblase bemerkbar. Epileptische Anfälle schwächten sie immer mehr, und zuletzt konnte ihr Tod nur noch als Erlösung betrachtet werden.

Mary Hämmerle wurde am 15. November 1942 als erstes der drei Kinder des Ehepaars Hermine und Karl Gmeiner in Lustenau geboren. Bis zum Einzug in das neue Haus in der Hagenmahdsiedlung wohnte die Familie in der Maria-Theresien-Straße. Nach der Schule arbeitete Mary in der Spedition der Stickereifirma Ignaz Königs Söhne.

1960 heiratete sie ihren Nachbar Hermann Hämmerle („Bämsis Herml“) und schenkte drei Kindern das Leben. Sie erlernte das Nachsticken, und als ihr Mann als Stickermeister in Israel arbeitete, folgte sie ihm für ein halbes Jahr, um Frauen in dieser Fertigkeit zu unterrichten. Später war sie als Heimarbeiterin tätig, und vor ihrer Pensionierung sorgte sie jahrelang für Sauberkeit im Pub Harlekin.

Humorvolle Art

In ihrer unkomplizierten, gradlinigen und humorvollen Art war sie bei ihren Arbeitgebern sehr beliebt. Am liebsten hatte Mary ihre Familie um sich versammelt, und das Essen am Wochenende wurde von ihr immer regelrecht zelebriert. Nur wenige Jahre waren ihr und ihrem Mann im Ruhestand gegönnt, als sie endlich Ausflüge und Reisen miteinander genießen konnten und sich regelmäßig mit Freunden im Messepark oder im Café Grubwieser trafen.

Dann erkrankte ihr Mann schwer, und 2006 musste sie seinen Tod hinnehmen. Wieder Freude in ihr Leben brachten glücklicherweise die Enkelkinder Lena, Pia und Simon, die immer gerngesehene Gäste in ihrem Haus waren. Doch leider war es auch um Marys Gesundheit nicht zum Besten bestellt, und im Dezember 2017 musste ihr ein Bein amputiert werden. Im Seniorenheim Hasenfeld kämpfte sie sich, auch dank der Unterstützung ihrer Kinder, ins Leben zurück und mit ihrem unverwüstlichen Humor konnte sie sogar anderen Mut machen. Unermüdlich strickte sie Socken und freute sich über jeden Besuch und jede Abwechslung. Vor allem klammerte sie sich standhaft an die Hoffnung, bald wieder nach Hause zu können.

Ihre Angehörigen trauern nun um die liebe Mama und Oma, die sie gern noch lang in ihrer Mitte gehabt hätten.