Klimaneutralität 2040 längst keine Option mehr

Vorarlberg / 10.02.2020 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Klimaneutralität bis 2040 erfordere schnelles Handeln.

bregenz „Die Entscheidung, ob wir das Klima stabilisieren können, fällt mit den Maßnahmen, die wir jetzt setzen“, erklärt Helga Kromp-Kolb bei einer gemeinsamen Erklärung mit Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne). Kromp-Kolb ist eine der führenden Klimawissenschaftlerinnen Österreichs und Mitautorin des Referenz-Klimaschutzplans für Österreich. Dieser wurde von den Universitäten auf Eigeninitiative erstellt, um den Klima- und Energieplan der Bundesregierung mit Maßnahmen zu füllen. Dieser umfasst Maßnahmen von einer klimagerechten Steuerreform über den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zur Raumplanung.

Die Situation nehme man noch nicht ernst genug. Wenn man es schafft, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius einzudämmen, könne man die Kontrolle behalten. Ein Anstieg darüber hinaus drohe sich zu verselbstständigen und ließe sich nicht mehr kontrollieren.

Dieselprivileg locke Transit an

Nun gelte es zu handeln, sieht sich Rauch durch den Maßnahmenkatalog bestätigt. Der Prozess „Energieautonomie Vorarlberg“ reicht vom Aus für Ölheizungen und geförderte Umrüstaktionen über den Ausbau der Photovoltaik bis zur stärkeren Attraktivierung des Öffentlichen Nahverkehrs. Erdgas könne hier als fossiler Brennstoff ebenfalls nur als Brückenlösung dienen. Ihm ist das Dieselprivileg ebenso ein Dorn im Auge, dieses mache Vorarlberg als Transitroute für Lkw nur attraktiver und verantworte das wachsende Verkehrsaufkommen mit.

Alles Maßnahmen, die von Kromp-Kolb unterstützt werden. Ihr ist es dabei wichtig, nicht immer nur von Verzicht zu sprechen. Vielmehr seien die notwendigen Veränderungen auch eine Chance auf mehr Lebensqualität und ein besseres Leben, verspricht die Klimaforscherin. VN-RAU

„Die Entscheidung fällt mit den Maßnahmen, die wir jetzt setzen.“