Umfahrungspläne liegen auf dem Tisch

Vorarlberg / 10.02.2020 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Land legt Empfehlungen für Verkehrslösung in Alberschwende vor.

Alberschwende Eine Entlastung in Form einer Umfahrung ist in Alberschwende schon seit den 1970er-Jahren Thema. In den 1980er-Jahren wurden erste Varianten vorgestellt und diskutiert. 1992 scheiterte der Prozess, weil es Befindlichkeiten in der Gemeinde gab. Nachdem der Verkehr nach der Eröffnung des Achraintunnels abermals zunahm, leitete das Land im Herbst 2015 einen Planungsprozess für eine Verkehrslösung Alberschwende ein. Ende Jänner 2017 wurden vier Umfahrungsvarianten präsentiert, die innerhalb von vier Korridoren verlaufen. Nun hat die geplante Umfahrung einen weiteren Schritt in Richtung Umsetzung genommen. Die Strategische Umweltprüfung (SUP), bei der die Umweltauswirkungen von Planungen beschrieben und bewertet werden, ist abgeschlossen. Eine Empfehlung liegt vor.

In dem 186-seitigen Erläuterungsbericht inklusive Umweltbericht wird für eine Kombination aus den Varianten „West 1“ und „Ost 1B“ plädiert (siehe Grafik). Die Vorteile dieser Umfahrungslösung seien, dass unter anderem ein Mittelanschluss und damit auch eine etappenweise Umsetzung des Projekts möglich ist. Ein Großteil, nämlich 3,2 Kilometer der 3,8 Kilometer langen Strecke, verläuft laut Plan unterirdisch. Außerdem müssten keine Eingriffe in Bäche vorgenommen werden. Von Schwarzach kommend würde die Umfahrung zwischen oa.sys-Bau und Steinmetz Lenz von der bestehenden L 200 abzweigen und nach der Volksschule Dreßlen wieder einmünden. Die Gesamtkosten (Grundablöse, Planungs- und Baukosten sowie die Risikoabdeckung) werden mit rund 260 Millionen Euro angegeben. 

Bucherstraße

Im Rahmen der SUP wurde auch die im Planungsprozess empfohlene Verlegung der Bucherstraße (L 14) näher betrachtet. Mit der Investition in Höhe von 1,4 Millionen Euro soll insbesondere die ungünstige Einmündung in den Dorfplatz entlastet werden.

Bis wann die beiden Projekte umgesetzt werden sollen, ist noch unklar. Im Jänner 2017 war von einem Baubeginn „in den nächsten zehn bis 20 Jahren“ die Rede. In einem nächsten Schritt steht die Beschlussfassung durch die Vorarlberger Landesregierung auf der Agenda. VN-ger

Umfahrung in Zahlen

260 Millionen Euro soll die Verlegung der Bregenzerwaldstraße (L 200) in Alberschwende insgesamt kosten.

 

3,8 Kilometer lang ist die geplante Umfahrungsstraße. Ein Großteil davon (3,2 Kilometer) würde unterirdisch verlaufen.

 

1,4 Millionen Euro kostet es laut dem nun vorgelegten Erläuterungsbericht, wenn die Bucher Straße (L 14) verlegt wird.