Einkaufstour ohne Rückkehr

Vorarlberg / 11.02.2020 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Kleintransporter, mit dem die drei Ukrainer unterwegs waren, war ein Betriebsfahrzeug einer Vorarlberger Baufirma. <span class="copyright">Bundespolizei</span>
Der Kleintransporter, mit dem die drei Ukrainer unterwegs waren, war ein Betriebsfahrzeug einer Vorarlberger Baufirma. Bundespolizei

Illegal in Vorarlberg beschäftigte Osteuropäer in Deutschland festgenommen.

Schwarzach, Lindau Die deutsche Bundespolizei hat an der Anschlussstelle Sigmarszell (Landkreis Lindau) drei Ukrainer festgenommen und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Männer waren illegal bei einer Vorarlberger Firma beschäftigt und unerlaubt über die BAB 96 nach Deutschland eingereist. Einer der Männer hatte sich zudem mit einem gefälschten Dokument ausgewiesen.

Zu wenig Ausweisdokumente

Zunächst unterzog die Polizei die drei Insassen eines in Österreich zugelassenen Kleintransporters einer Kontrolle. Die Männer trugen Arbeitskleidung und waren im Fahrzeug einer Vorarlberger Baufirma unterwegs. Der 44-jährige Fahrer wies sich zunächst nur mit seinem Führerschein aus. Der 27-jährige Mitfahrer legte zur Überprüfung einen rumänischen Ausweis vor aus, den die Kollegen des Zolls jedoch als Fälschung enttarnten. Der dritte Insasse, ein 42-Jähriger, wies sich mit seinem gültigen Reisepass aus.

Aufgrund des Verdachts des Einschleusens von Ausländern, der Urkundenfälschung sowie der unerlaubten Einreise sowie des unerlaubten Aufenthalts übernahm die Bundespolizei zuständigkeitshalber die Bearbeitung des Falls. Ersten Ermittlungen zufolge gehen die Ukrainer bei der Vorarlberger Baufirma unerlaubt einer Beschäftigung nach. Die Männer, die angeblich auf dem Weg zum Einkaufen nach Deutschland waren, hätten für ihren längerfristigen Aufenthalt und die Arbeitsaufnahme im Schengengebiet ein Visum benötigt.