Anwohner in Dornbirn fürchten um ihre Parkplätze

Vorarlberg / 12.02.2020 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Parkplätze rechtwinklig zur Bahnhofstraße sollen weichen. Die Anrainer kündigen Widerstand an.HA
Die Parkplätze rechtwinklig zur Bahnhofstraße sollen weichen. Die Anrainer kündigen Widerstand an.HA

Neugestaltung der unteren Bahnhofstraße dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.

Dornbirn Die in Dornbirn geplante Neugestaltung der unteren Bahnhofstraße, die VN berichteten, stößt bei einem Teil der Bewohner des Bahnhofhochhauses auf Widerstand. Sie wehren sich vehement gegen die Reduzierung der Parkplätze vor ihrer Haustür zugunsten der Verbreiterung des bestehenden Gehsteiges.

Das Hochhaus Bahnhofstraße 26-28 mit rund 50 Wohnungen und zirka zehn Geschäften wurde Anfang der 70er-Jahre gebaut. Damals genehmigte die Stadt auf dem hauseigenen Grund und Boden 24 Parkplätze in der jetzigen Anordnung, also rechtwinklig zur Bahnhofstraße. 18 der bestehenden Abstellplätze würden der Neugestaltung zum Opfer fallen. Das lässt im Haus die Wogen hochgehen, teilt der Sprecher eines Teils der Eigentümergemeinschaft, Andreas Eggler, mit: „Dass viele Bewohner und Gewerbetreibende damit nicht einverstanden sind, ist evident. Eine Reduktion um 18 Parkplätze, das sind 75 Prozent, geht nur entweder mit Zustimmung der Eigentümer oder durch eiskalte Enteignung.“

Das Argument der Stadt, durch die Änderung der Parkordnung die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen, ist für Eggler völlig aus der Luft gegriffen. Er verweist auf die Auswertung einer von der Eigentümergemeinschaft angeforderten Unfallstatistik der letzten 15 Jahre: Diese weise lediglich einen einzigen nachgewiesenen Unfall mit Sachschaden auf, der auf einen Parkvorgang zurückzuführen war.

Kritisiert wird von Miteigentümern, dass sie seitens der Stadt nie vollständig über die Planungen informiert wurden, auch nicht auf einer Veranstaltung im Herbst 2019. Dabei sei der Eindruck erweckt worden, dass das Projekt ohnedies umgesetzt werde. „Die Wahrheit ist, dass der Stadtrat einen Plan beschlossen hat, der sich ohne Zustimmung der Eigentümer gar nicht umsetzen lässt“, teilt Eggler dem zuständigen Stadtplanungsreferenten Vizebürgermeister Martin Ruepp mit, dass die Sache noch lange nicht gegessen ist. Wie bereits berichtet, wäre die Stadt bereit, als Gegenleistung für den Verlust von Parkplätzen die Neugestaltung des Vorplatzes finanziell zu unterstützen. HA