Bulgarischer Führerschein war gefälscht

Vorarlberg / 12.02.2020 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Trotz angeblicher Kurse und Prüfung steht 36-Jähriger nun ohne Fahrerlaubnis da.

Feldkirch Der 36-Jährige bekennt sich am Landesgericht nicht schuldig. Der zweifache Vater gibt an, dass er vor 15 Jahren zeitweise in der Türkei gelebt habe, hin und wieder aber auch in Bulgarien. So habe er sich im Jahr 2005 bereits zum ersten Mal in Sofia zur Prüfung angemeldet, bestanden habe er jedoch nicht. Nach seiner Militärzeit in der Türkei habe er dann 2008 und 2009 nochmals in Bulgarien Fahrstunden genommen, die entsprechenden Kurse besucht und 2010 schlussendlich die Prüfung für Pkw und Motorrad hinter sich gebracht. Die Fahrschule habe ihn benachrichtigt, dass er bestanden habe, er sei hin und habe das Dokument abgeholt.

Einfach mitgenommen

„Haben Sie die Daten nicht kontrolliert?“, will Richterin Nadine Heim wissen. Im Führerschein, der sich nach einer Untersuchung des kriminaltechnischen Labors als Fälschung herausstellte, war nämlich als Ausstellungsdatum 2005 angegeben. „Das muss die Polizei wissen. Ich habe nur die Vorderseite angesehen, reingeschaut habe ich nicht, sondern die Papiere einfach mitgenommen“, so der Angeklagte. Auch den Namen der Fahrschule kann er nicht nennen. Es sei ein bulgarischer Name gewesen, den er sich nicht gemerkt habe. Eine Rechnung für den Kurs und Prüfungsgebühren habe er damals schon erhalten, doch wie die Fahrschule hieß, das könne er heute beim besten Willen nicht mehr sagen, so der 36-Jährige.

Aufgeflogen ist der Schwindel, als der Mann den Führerschein in einen österreichischen umschreiben lassen wollte. Bei der Fahrerlaubnis waren die Daten offensichtlich manipuliert und das Lichtbild ausgetauscht worden. Für die Fälschung besonders geschützter Urkunden wird der bislang Unbescholtene zu einer Geldstrafe von insgesamt 1980 Euro verurteilt. 495 davon muss er bezahlen. Der Rest wird auf Bewährung ausgesprochen. EC