Die Bregenzer Grünen lassen die Schlange raus

Vorarlberg / 12.02.2020 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Städten wie Amsterdam oder Kopenhagen gibt es sie bereits: So würde die von den Bregenzer Grünen präsentierte Radschlange verlaufen. GRÜNE

Die Grünen starten auch mit einer Vision in den Wahlkampf.

Bregenz Sandra Schoch ist seit Mai 2013 Vizebürgermeisterin von Bregenz und seit November 2019 zweite Vizepräsidentin des Vorarlberger Landtags. Doch die 48-Jährige möchte mehr. „Es ist Zeit für die erste Bregenzer Bürgermeisterin“, bekräftigte die Spitzenkandidatin der Bregenzer Grünen am Dienstag bei der Präsentation der Schwerpunkte für die Gemeindewahlen. Das Motto dabei: „Mutig für Bregenz.“ Mut beweisen wollen Schoch und ihre Mitstreiter unter anderem bei der sanften Mobilität, beim Klima, dem leistbaren Wohnen und quer durch alle Stadtteile. 

„Bregenz ist jetzt schon landesweit spitze zu Fuß, auf dem Fahrrad und mit den Öffis. Wir möchten, dass die Stadt der kurzen Wege auch zur Stadt der schnellsten Wege wird“, erläutert die Vizebürgermeisterin. Dazu beitragen soll unter anderem eine sogenannte Radschlange, die die Innenstadt mit dem See verbindet. Die Vision stehe zwar schon im Fahrradkonzept der Stadt, räumt Schoch ein, „aber dort geht sie auf der Seite der Straße wieder hinunter. Das ist nur eine halbe Lösung.“ Die von den Grünen überarbeitete Version der Brücke beginnt bei der Nepomukkapelle am Kornmarktplatz und schlängelt sich über die Landesstraße und die Bahn zum Hafen.

Gutes Klima

Für gutes Klima in der Stadt sollen etwa mehr Bäume, grüne Fassaden und Dächer, Brunnen, kleine Parks, größere Fußgängerzonen und neue Begegnungszonen sorgen. Letzteres hat sich auch die Stadtteilkandidatin für Mariahilf, Sandra Küng, auf die Fahnen geschrieben. Stein des Anstoßes ist die im Jahr 2015 gestartete Bürgerbeteiligung, bei der eine Begegnungszone in der Mariahilf- und Heldendankstraße gefordert wurde. „Nun droht dieses Projekt zu scheitern. Der Bürgermeister und die Pfarre konnten sich nicht einigen. Das heißt für uns, dass wir eine Schmalspurvariante bekommen und damit können und dürfen wir uns nicht zufriedengeben“, unterstreicht Küng.