Fast 2000 Menschen stehen auf der Lohnliste Dornbirns

Vorarlberg / 12.02.2020 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Knapp 1200 Personen sind in den Dornbirner Gesundheitseinrichtungen angestellt. KHBG

Stadt gibt im Jahr des Bevölkerungsrekords 112 Millionen Euro für ihre Bediensteten aus.

dornbirn 50.000 Einwohner stellen auch die städtischen Abteilungen vor Herausforderungen. Um den Laden am Laufen zu halten, ist qualifiziertes Personal erforderlich, das aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ständig aufgestockt werden muss. Mit exakt 1985 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Stadt Dornbirn einer der größten Dienstleistungsbetriebe des Landes.

Allein 41 Prozent des Budgets oder 112,4 Millionen Euro werden dieses Jahr für Löhne und Gehälter ausgegeben. Die hohen Ausgaben für das Personal im Verhältnis zu anderen Städten des Landes hängen in erster
Linie mit den städtischen Gesundheitseinrichtungen zusammen. Dornbirn betreibt nicht nur das letzte kommunale Krankenhaus des Landes in Eigenregie, sondern auch die zwei Pflegeheime Höchsterstraße und Birkenwiese. Allein 1174 Personen sind im Gesundheitsbereich beschäftigt. Sowohl im Spital als auch in den Pflegeheimen wird der Personalstand ständig erhöht, um die Qualität der Betreuung und Behandlung hoch zu halten. Dass die Stadt derzeit mit zwei Pflegeheimen das Auslangen findet, hängt auch damit zusammen, dass ein Großteil der rund 2400 Pflegebedürftigen in Dornbirn in den eigenen vier Wänden von Angehörigen, unterstützt vom Krankenpflegeverein und anderen Einrichtungen wie Mohi, betreut werden. 246 Personen sind in den städtischen Kindergärten und in
der Schülerbetreuung angestellt. Generell wird die Anzahl der Dienstposten im städtischen Dienst heuer um 2,37 Prozent erhöht.

Neos-Kritik

Kritik an den steigenden Personalkosten gibt es von Neos-Stadtvertreter Michael Klocker: Der Personalaufwand ist von 2015 bis 2020 um 26 Millionen Euro angestiegen und wächst auch heuer wieder schneller als die Finanzkraft. Um die Kosten im Griff zu behalten, sollte man sich überlegen, ob nicht ein Teil der Aufgaben an Private übergeben werden könnte. Dass bei den Gesundheitseinrichtungen oder bei der Kinderbetreuung nicht gespart werden kann, sehen die Neos ein. RHA