Schruns ebnet Weg für Volksschulneubau

Vorarlberg / 12.02.2020 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Volksschulprovisorium sieht allmählich seinem Ende entgegen. STR
Das Volksschulprovisorium sieht allmählich seinem Ende entgegen. STR

Grundsatzbeschluss für Millionenprojekt gefasst.

Schruns Die angespannte Raumnot hält die Volksschule Schruns seit Jahren fest im Würgegriff. Nachdem zwischenzeitlich eine Zusammenlegung der Volksschulen von Schruns und Tschagguns im Raum stand, entschloss man sich in den Nachbargemeinden doch zum jeweiligen Alleingang. Während man diesseits der Ill bereits diesen Sommer mit der Sanierung des Schulgebäudes starten will, erwies sich das Schrunser Schulprojekt als deutlich langwieriger. Mit dem Anbau einer Containerklasse wurde im Jahr 2015 vorübergehend für Entlastung gesorgt. Zwei Jahre später wurde der Werkunterricht in das Alte Gericht ausgelagert und zeitgleich eine Machbarkeitsstudie erstellt. Seither ist es um die Neubau- bzw. Erweiterungspläne ruhig geworden; bis jetzt.

In der letzten Sitzung vor den Gemeindewahlen wurde gestern der Grundsatzbeschluss zum Neubau der Volksschule gefasst. Vorgesehen ist demnach am Standort des ebenfalls sanierungsbedürftigen Kindergartens St. Jodok – dessen Neubaupläne waren 2010 aufgrund der finanziell angespannten Situation der Gemeinde ad acta gelegt worden – einen Schulneubau zu errichten. Gleichsam soll der Kindergarten künftig im Erdgeschoss des jetzigen Volksschulgebäudes unterkommen. Im Obergeschoss könnten zudem neue Vereinsräumlichkeiten entstehen.

Bis Pädagogen und Schüler das neue Schulhaus in Beschlag nehmen können, wird es aber wohl noch einige Zeit dauern. „Ein Architekturwettbewerb muss durchgeführt werden, die Zusage der Pfarre als Grundbesitzer muss eingeholt werden und auch die Verhandlungen bezüglich der Fördergelder müssen im Detail geführt werden“, führt Bürgermeister Jürgen Kuster aus. Bei der Opposition stößt genau dieser Umstand auf harsche Kritik. „Nach fünf Jahren heißer Luft ist das Projekt noch keinen Schritt weiter. Jetzt – kurz vor der Wahl – kündigt der Bürgermeister an, dass einem Neubau nichts im Wege stehe“, sagt Günter Ratt (Metnand för Schru). „Wir sind seit drei Jahren intensiv dran. So ein Projekt mitten im Ort ist von vielen Faktoren abhängig und muss gut durchdacht sein“, kontert Kuster.

Die Kosten für den Neubau beziffert der Schrunser Gemeindechef mit rund 7 bis 8 Millionen Euro, wobei abzüglich der Förderungen rund 3 bis 4 Millionen davon auf die Gemeinde entfallen. Teil der Überlegungen ist auch der Bau einer Tiefgarage. Die rund 50 Stellplätze würden in weiterer Folge verkauft bzw. vermietet werden. VN-JS