Speicher droht Verlandung

Vorarlberg / 12.02.2020 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Kraftwerk Langenegg wurde 1979 in Betrieb genommen.
Das Kraftwerk Langenegg wurde 1979 in Betrieb genommen.

Problemfall Bolgenach: Illwerke VKW muss stärkere Gegenmaßnahmen ergreifen.

Hittisau Der landeseigene Energieerzeuger und -versorger Illwerke VKW sieht sich nach wie vor mit Problemen in Bezug auf den hohen Verlandungsgrad des Speichers Bolgenach in Hittisau konfrontiert. Der Speicher mit einem Nutzinhalt von 6,5 Millionen Kubikmetern versorgt das Kraftwerk Langenegg über den knapp sechs Kilometer langen Rotenbergstollen mit Wasser zur Energieerzeugung.

Unter Verlandung versteht man das vermehrte Entstehen von Landflächen in zumeist flachen Seen, entweder durch Geschiebe von den Zubringerflüssen oder durch organisch bedingte Sedimentbildung. Schlussendlich kann ein See dadurch auch gänzlich verschwinden. Bereits in den 1990er-Jahren wurden Maßnahmen gesetzt, um dem Problem zu begegnen. Allerdings haben die Erfahrungen gezeigt, dass mit dem bestehenden Konzept die Verlandung nicht dauerhaft in Grenzen gehalten werden kann. Wie Illwerke VKW-Pressesprecher Andreas Neuhauser jetzt bestätigt, soll daher eine neue Feststoffbewirtschaftung für den Speicher umgesetzt werden. Dabei geht es etwa um die Anpassung der Baggereinsätze, die Installation einer neuen Baggeranlage, die Erweiterung des Baggerbereiches, die Reduktion der Bestandsverlandung, eine Geschiebeentnahme und Rückgabe in die Bolgenach, eine Verlagerung des Geschiebes, das Verursachen künstlicher Hochwässer sowie eine Optimierung bei der Reduktion des Feststoffeintrages in den Speicher. Derzeit sind die Behördenverfahren im Gange.

Der Speicher Bolgenach hat einen Nutzinhalt von 6,5 Millionen Kubikmetern. VN/Steurer
Der Speicher Bolgenach hat einen Nutzinhalt von 6,5 Millionen Kubikmetern. VN/Steurer