Boxenstopp auf der A14

Vorarlberg / 13.02.2020 • 18:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Schweinsragout mit Champignons, Gemüse und Serviettenknödel.
Das Schweinsragout mit Champignons, Gemüse und Serviettenknödel.

Hohenems Keine Ahnung wie viel hundert Mal ich an der Rosenberger Raststätte in Hohenems schon vorbei gefahren bin. Einige Male fragte ich mich dann auch, wie wohl das Essen dort sein würde. Nun siegte die Neugier und ich beschloss, die kurze Zeit zwischen zwei Terminen zu nutzen, um dem Rosenberger einen Besuch abzustatten. Natürlich haben die Raststätten in Österreich eine einheitliche Speisekarte, aber der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Einige der Speisen oder Komponenten des eher überschaubaren Angebots werden anscheinend vor Ort frisch produziert, denn sonst wäre es kaum möglich, dass am Samstagnachmittag sowohl die Hausspezialität Schweinsfiletspitzen mit Bandnudeln als auch der Fisch ausverkauft sind.

Wir schöpften uns eine Kürbissuppe am Buffet (4,90 Euro) und bestellten ein Jägerpfandl, bestehend aus einem Schweinsragout mit Champignons, Gemüse und Serviettenknödel (13,90 Euro) sowie Käsespätzle mit einem kleinen gemischten Salat beim Koch. Die Kürbissuppe war durch die lange Standzeit stark eingedickt, aber geschmacklich ganz in Ordnung. Auch das Schweineragout wäre geschmacklich ganz in Ordnung gewesen. Leider war in einem der eher harten Semmelknödel ein langes, graues Haar eingearbeitet. Das ist zwar ein weiters mögliches Indiz einer “Vorortfrischproduktion“, aber etwas unappetitlich. Weit schlimmer präsentierte sich aber die Temperatur des Essens. Da wäre lauwarm schon fast übertrieben gewesen. Für ein Haar im Essen kann ich ein gewisses Verständnis aufbringen. Das kann sogar mit Kochhaube oder Haarnetz passieren. Für kaltes Essen im Zeitalter von Induktionsherden habe ich keines. Die Käsespätzle stimmten uns versöhnlicher, da sie etwas wärmer und von guter Qualität waren. Nachdem wir uns vergewissert hatten, dass Kuchen und Torten ziemlich sicher aufgetaut oder zugekauft waren, und somit die Chance auf ein weiteres Haar gering war, holten wir uns eine sehr gute Walnuss- und Himbeeren-Topfenschnitte (je 4,20 Euro). Fazit: Auch wenn das Essen heiß und enthaart gewesen wäre, gibt es noch Luft nach oben.