Coronavirus – So geht es mit Spielboden, Sohm und Poolbar weiter

Vorarlberg / 10.03.2020 • 13:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Coronavirus - So geht es mit Spielboden, Sohm und Poolbar weiter
VN/RAUCH

Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern verboten – das sagen Vorarlberger Veranstalter dazu.

Schwarzach Die Bundesregierung hat heute weitreichende Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt. Eine dieser Maßnahmen ist, dass Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern verboten werden. Das ist eine Maßnahme, die natürlich auch Vorarlberger Veranstalter wie Poolbar, Spielboden oder Conrad Sohm trifft.

Herwig Bauer, Poolbar-Geschäftsführer

Ich halte die aktuell eingeführten Maßnahmen für absolut richtig, wichtig und angemessen. Natürlich ist es jetzt schmerzhaft, auch für alle Veranstalter, egal ob Kultur, Sport oder andere. Aber man hat in anderen Ländern gesehen, wie sich das Coronavirus explosionsartig verbreitet. Das würde garantiert auch in Österreich passieren. Allerdings sieht man in China, dass die Maßnahmen greifen – dort gibt es aktuell quasi keine Neuinfektionen mehr. Ich gehe davon aus, dass sich – auch aufgrund der jetzigen Maßnahmen – in spätestens drei Monaten auch bei uns die Lage entspannt haben wird. Eine Absage des Poolbar-Festivals ist aktuell kein Thema, aber natürlich sitzen wir auf Nadeln. Wir sind nicht nur für die Inspiration und Unterhaltung, sondern auch für die Gesundheit der Poolbar-Gäste sowie ihrer Eltern und Großeltern verantwortlich, und wenn größere Veranstaltungen auch im Sommer nicht erlaubt sind, wird es natürlich kein Poolbar-Festival oder nur ein eingeschränktes Poolbar-Festival geben. Auch ein Thema: Das Poolbar-Festival findet zwar in relativ kleinem Rahmen statt (das Alte Hallenbad fasst maximal 1380 Personen), aber zum Poolbar-Festival kommen Bands, die während ihrer Tourneen natürlich auch bei sehr viel größeren Festivals spielen. Demnach könnte es durchaus passieren, dass, wenn große Sommerfestivals gestrichen werden, auch Tourneen gestrichen werden und uns der eine oder andere Headliner abhanden kommt. Aber auch darauf wären wir vorbereitet, würden – sofern möglich – Alternativprogramme bieten.

Michael Fritz, Spielboden Dornbirn

Die Maßnahme, dass Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern verboten werden, die trifft natürlich auch den Spielboden. Selbstverständlich halten wir uns daran und sagen alle Veranstaltungen bis Ende März ab. Aus gesellschaftlicher Verantwortung haben wir uns auch entschlossen, die Veranstaltungen im Kinosaal (40 Plätze) und die Veranstaltungen, zu denen weniger als 100 Personen kommen, abzusagen. Der Spielboden bleibt zumindest bis Ende März geschlossen. Wir hoffen auf eine rasche Entspannung der Lage. Bis Ende März haben wir jetzt inklusive dem Human Vision Festival und Kino insgesamt 30 Veranstaltungen abgesagt.

Hannes Hagen, Conrad Sohm

Wir nehmen die behördlichen Maßnahmen sehr ernst. Wir stehen derzeit in engem Kontakt mit den Bands und Künstlern, um Ersatztermine festzulegen. Wir bitten die Besucher diesbezüglich noch um ein wenig Geduld, bis wir Näheres wissen. Alle bereits gekauften Tickets behalten natürlich ihre Gültigkeit. Um das Szene Openair, das im August stattfindet, machen wir uns noch keine Sorgen. Wir beobachten die aktuelle Lage aber genau. Es wäre natürlich schade, wenn es nicht stattfinden könnte, aber wir sind nur ein kleines Mosaiksteinchen. Wichtig ist, dass das Virus eingedämmt wird, die Gesundheit geht vor.

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