32 Radfahrer starben 2019 auf Österreichs Straßen

Vorarlberg / 13.03.2020 • 13:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
32 Radfahrer starben 2019 auf Österreichs Straßen
Einen Helm zu tragen minimiert die Gefahr tödlicher Kopfverletzungen auf 26 Prozent, so der ÖAMTC. VN/PAULITSCH

Zahl der Fahrradunfälle stieg in den letzten Jahren. Drei Tote bei Fahrradunfällen in Vorarlberg.

Schwarzach Durch milde und schneearme Winter sind Radfahrer vermehrt ganzjährig unterwegs. Bald ist Frühlingsbeginn, was weitere Menschen auf das Fahrrad locken wird. Der ÖAMTC mahnt zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr und verweist auf die aktuelle Unfallstatistik: 2019 verunglückten laut Innenministerium 32 Radfahrer auf Österreichs Straßen tödlich, drei davon in Vorarlberg, neun mit E-Bikes. Das entspricht einem Rückgang an tödlich Verunglückten von 37 Prozent seit dem Jahr 2013. Die Zahl der Unfälle ist gestiegen: Im Jahr 2018 passierten laut Statistik Austria 8138 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern, E-Bikes und E-Tretrollern. Ein Anstieg um 28 Prozent seit 2013. Die Zahlen von 2019 werden im April erwartet. Am häufigsten passieren Unfälle an Kreuzungen sowie Alleinunfälle wie Stürze mit jeweils rund 30 Prozent. „Gerade im Kreuzungsbereich kommt es oftmals zu Missverständnissen und Fehlverhalten, sowohl von Auto- als auch von Radfahrer-Seite. Kollisionen mit Kraftfahrzeugen können für Radler mit schwerwiegenden Folgen enden“, erklärt ÖAMTC-Unfallforscher David Nosé. 47 Prozent der Verkehrsunfälle mit Radfahrern wurden von Fahrradfahrern verursacht.

Wenige tragen Helm

Erhebung des ÖAMTC von 2019 zeigen, dass nur 38 Prozent der Radfahrer einen Helm tragen. So wird der Helm beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit als störend empfunden. Ein Blick in die ÖAMTC-Unfallforschungsdatenbank zeigt, dass das Helmtragen das Risiko von schweren Kopfverletzungen reduzieren kann. Der Anteil an verunglückten Radfahrern ohne Helm, die schwere bis tödliche Kopfverletzungen aufwiesen, liegt bei 57 Prozent. Bei Radfahrern, die Helm trugen, fällt dieser mit 26 Prozent deutlich geringer.

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