Ab dem Wochenende werden im Land 12.000 Masken täglich produziert

Vorarlberg / 26.03.2020 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Digitaler VN Stammtisch: Gerold Riedmann und Markus Wallner.
Digitaler VN Stammtisch: Gerold Riedmann und Markus Wallner.

Vorarlberger Firmen fahren Produktion hoch, berichtet Landeshauptmann Markus Wallner am digitalen VN-Stammtisch.

Bregenz Als Landeshauptmann Markus Wallner gegen Ende des digitalen VN-Stammtisches von einem Leser gefragt wird, ob es stimmt, dass in Hohenems der erste Corona-Tote zu beklagen sei, kann er weder bestätigen noch dementieren. Wenige Minuten nach Übertragungsende folgt die Bestätigung per Aussendung. Das Interesse am Stammtisch ist groß. Moderator und VN-Chefredakteur Gerold Riedmann stellt Wallner Zuseherfragen zu Baustellen, Produktionshallen, Quarantänegebieten, Gemeindezahlen und Schulen.

Die Frage nach den Schulen wird häufig gestellt: Wie lange bleibt die Sperre aufrecht? Die Antwort: Man weiß es nicht. Aber es könnte sein, dass es noch länger dauert. „Es ist nicht so einfach“, sagt Wallner. Schulen bleiben zu, Baustellen offen. Zwar habe man die öffentlichen Baustellen zugemacht, das sei die beste Schutzmaßnahme. „Aber es gibt kleine Baustellen, wo man arbeiten kann. Da muss die Einhaltung der Schutzmaßnahmen klappen.“ Dies zu gewährleisten sei Aufgabe der Arbeitgeber. „Man muss damit rechnen, dass ein Polizist die Baustelle kontrolliert“, betont der Landeshauptmann. Und die Bedenken? „Ich nehme das auf. Wir versuchen, noch klarer zu werden.“ Dasselbe gilt für Produktionshallen. Auch hier gelte: Produzieren ist erlaubt, wenn die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Genug Material?

In den sozialen Medien wird immer wieder nach Material gesucht. Am Mittwoch schrieb eine Ärztin: „Wir suchen dringend für unsere Ordination FFP2/FFP3-Masken zum Arbeiten. Für unser fünfköpfiges Team hat es leider nur vier Masken von der Ärztekammer gegeben.“ Auch ein Zuseher wollte von Wallner wissen, wie es um die Masken bestellt ist. Der Landeshauptmann beruhigt: „Wir sind gut aufgestellt und haben mit der Produktion eigener Masken begonnen. Ab dem Wochenende können 12.000 Stück pro Tag hergestellt werden.“

Auf eine Frage nach den Corona-Tests berichtet Wallner allerdings, dass es Engpässe bei der Ausstattung gebe. Theoretisch könnten 1000 Tests am Tag durchgeführt werden, aber noch fehle das Material. „Sobald wir es haben, fahren wir hoch. Je mehr man testet, desto besser läuft die Bekämpfung.“

Ein Zuseher möchte wissen, weshalb sich die Landesregierung weigert, Gemeindezahlen zu veröffentlichen. „Wir informieren die Gemeinden, wollen aber kein Ranking erstellen. Für Vorarlberg macht es nicht wirklich Sinn“, antwortet Wallner. Ob Männer ihre Frauen noch zur Geburt begleiten dürfen, kann er auf die Schnelle nicht beantworten. „Es wäre gut, sich im Krankenhaus direkt zu melden und das abzuklären.”

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