Kostenlose Nachhilfe mit hohem Qualitätsanspruch

Vorarlberg / 15.04.2020 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kostenlose Nachhilfe mit hohem Qualitätsanspruch
Die Feldkircherin Johanna Teufel hat mit drei Studienkollegen die kostenlose Nachhilfeplattform weiterlernen.org gegründet.

Während der Coronakrise treffen sich Schüler und Studenten im Onlineklassenzimmer um zu büffeln.

Feldkirch Wie schaut die perfekte Lernhilfe in Zeiten von Corona aus? Dieser Frage sind vier studierende Österreicher nachgegangen, darunter auch die beiden Feldkircher Johanna Teufel (22) und Paul Müller (20). Ihre Antwort: online, kostenlos und mit hohem Qualitätsanspruch.

Seit gut einer Woche ist die kostenloste Nachhilfe-Plattform www.weiterlernen.org nun online. „Der Zuspruch ist sehr groß“, freut sich Teufel. Bereits über 300 Studierende haben sich gemeldet, um ihre Lernhilfe anzubieten. Bei den hilfebedürftigen Schülern ist die Nachfrage noch etwas geringer. „Bisher konnten wir rund 120 Schüler aus ganz Österreich weitervermitteln. In erster Linie sind es Maturanten, die sich auf ihren Schulabschluss vorbereiten“, informiert Teufel, die in Wien Marketing und Kommunikation studiert.

Gemeinsam mit Alexander Hutterer (24) und Raphael Eder (24) haben Teufel und Müller die Online-Plattform binnen kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Vorbild war das bereits bestehende Angebot „project access“, das für Österreich adaptiert wurde. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie es uns in der aktuellen Situation gehen würde bzw. was uns am meisten fehlen würde und sind zum Schluss gekommen, dass überforderte Schüler und Eltern eine kompetente Ansprechperson brauchen, die sie beim Lernen unterstützt“, beschreibt die Mitbegründerin der Plattform ihre Herangehensweise.

Qualitätskontrolle

Nachdem es in ganz Österreich kein vergleichbares Angebot gibt, entschlossen sich die vier Studenten zur Gründung der kostenlosen Nachhilfeplattform. Diese vermittelt zwischen Schülern, die Hilfe brauchen, und Studenten, die helfen können. Während sich die Schüler einfach auf der Plattform anmelden können, wird bei den Studierenden etwas genauer hingeschaut. „Wir überprüfen, ob es sich auch wirklich um Studenten handelt. Zudem müssen diese ein Coaching durchlaufen“, beschreibt die Feldkircherin. Das „matching“, sprich das Zusammenführen von Studenten und Schülern, erfolgt in der Folge komplett digital. „Ist ein Schüler beispielsweise auf der Suche nach einer Hilfe in Englisch, wird der Kontakt mit einem passenden Studenten hergestellt. Im von uns zur Verfügung gestellten Onlineklassenzimmer können sich die beiden dann treffen“, schildert Teufel.

Damit künftig auch jüngere Schüler das besondere Lernangebot in Anspruch nehmen, wollen die Studenten vermehrt auch Eltern erreichen. „Sie sollen wissen, dass sie uns vertrauen können und bei uns höchster Wert auf Qualität gelegt wird“, sagt die Studentin. Sollte dennoch einmal etwas nicht passen, wird sofort nach einem neuen Lernpartner gesucht.

Langfristiges Angebot

Dass diese Form des Lernangebots auch in Zeiten nach der Coronakrise Bestand haben kann, steht für die vier Studenten außer Frage. „Wir bekommen sehr viel positives Feedback und wollen die Plattform auf jeden Fall langfristig laufen lassen“, so Teufel abschließend.

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