MedKonkret wird digital: Start mit Kindernotfällen

Vorarlberg / 19.04.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
MedKonkret wird digital: Start mit Kindernotfällen
Die MedKonkret-Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Um sie weiterführen zu können, wird auf ein digitales Format umgestellt. VN/LERCH

Am Dienstag, 21. April, wird die Vortragsreihe auf VN.at fortgesetzt.

Schwarzach Das Coronavirus hat allen Veranstaltungen vorerst den Garaus gemacht. Auch die im Frühjahr noch geplanten MedKonkret-Vorträge mussten abgesagt werden. Doch bekanntlich macht Not erfinderisch und die Digitalisierung viel möglich. Deshalb kommen die im April, Mai und Juni 2020 vorgesehenen MedKonkret-Veranstaltungen eben digital ins Haus unserer vielen interessierten Besucher. Der Vortrag zur Transplantationsmedizin und Organspende, der im März auf dem Programm gestanden hätte, wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Das digitale MedKonkret startet am kommenden Dienstag, 21. April 2020, mit dem Vortrag „Notfall bei Kindern – was tun?“. Referenten sind die Leiter der Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde in den Landeskrankenhäusern Feldkirch und Bregenz, Primar Burkhard Simma sowie Primar Christian Huemer. Übertragen wird der Vortrag ab 16 Uhr auf vn.at und vol.at. Im Anschluss daran können, wie im richtigen MedKonkret-Leben auch, Fragen an die medizinischen Experten gestellt werden.

Abgestimmtes Angebot

Primar Burkhard Simma wird in dem insgesamt rund 30 Minuten dauernden Vortrag den Vorarlberger Kompetenzverbund für Kinder- und Jugendheilkunde vorstellen. „Im Interesse unserer jungen Patienten haben wir ein auf beide Abteilungen abgestimmtes Angebot etabliert“, erklärt Simma. Die Patienten sollen in Feldkirch wie in Bregenz die gleiche hochwertige Behandlung erhalten. „Außerdem können wir auf diese Weise in jeder Abteilung vorhandene Synergien nutzen und regelmäßig neuestes Wissen transferieren“, führt Burkhard Simma weitere Vorteile ins Treffen.

Impfungen nicht vernachlässigen

Anhand von ausgewählten Krankheitsbildern schildert Primar Christian Huemer, was Kinder im Notfall brauchen und was Eltern zu tun haben. Fieber, Bauchschmerzen, Bewusstseinstrübung: Huemer wird solche und andere Szenarien durchgehen. Auch das Coronavirus aus Sicht von Kinderärzten wird ein Thema sein. Gemeinsam appellieren die Kinderärzte an die Eltern: „Suchen Sie auch in diesen Zeiten unbedingt einen Arzt auf, wenn beim Kind gesundheitliche Probleme auftreten oder eine Impfung fällig ist.“ Reguläre Impfungen sollten keinesfalls aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus vernachlässigt werden. Das könnte sich später nämlich als Bumerang erweisen, warnen die Ärzte.