NMS Bregenz-Stadt startet mit Frust, aber problemlos

Vorarlberg / 18.05.2020 • 14:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
NMS Bregenz-Stadt startet mit Frust, aber problemlos
Direktor Bernhard Posch war am ersten Tag „Türsteher“ seiner Schule. VN/RAUCH

Der Direktor hätte sich mehr Schulautonomie gewünscht, dann wäre mehr möglich gewesen.

Bregenz Ab 07:30 Uhr stand Direktor Bernhard Posch vor dem Schuleingang und sorgte dafür, dass die ankommenden Schüler schnell ins Gebäude wechseln. Denn Ansammlungen von Schülern vor der Schule sind verboten, um 07:45 müssen sie an ihren Plätzen sitzen, jeder an einem Tisch für sich. Beinahe jeder hat eine Maske dabei, fast alle kommen rechtzeitig. „Der erste Tag klappte ganz gut“, zieht der Direktor nach Schulbeginn das Fazit. Derweil werden in den Klassen die neuen Regeln besprochen, trotz offener Klassentüren ist es ruhig und konzentriert.

In der ersten Stunde werden die neuen Schulregeln besprochen. <span class="copyright">VN/RAuch</span>
In der ersten Stunde werden die neuen Schulregeln besprochen. VN/RAuch

Weniger zufrieden ist Posch mit den Rahmenbedingungen. In der Schublade liegt ein Zeitplan, der eine Drittelung der Klassen bei zeitgleichem Unterricht ermöglicht hätte. Ausgearbeitet wurde dieser in den vergangenen Wochen, bevor es kurzfristig vom Bildungsministerium plötzlich einen dicken Vorschriftenkatalog gab. „Die Bundesvorgaben zeugen von wenig schulischem Sachverstand“, ärgert sich Posch. Laufend kurzfristige Änderungen sind nur eine der Herausforderungen. Von der viel beschworenen Schulautonomie in der Umsetzung der Vorgaben spüre man wenig.

Den Stundenplan hat Posch überarbeitet. Manche Fächer fanden bislang nur am Nachmittag statt und mussten verlegt werden, der Fokus liege aber bewusst auf den Hauptfächern. Immerhin eine Wahl zwischen Reißverschlusssystem mit Unterricht an jedem zweiten Tag oder geblockten Tagen ist in Vorarlberg möglich, daher wechseln sich in Bregenz die Klassengruppen täglich ab. Mit der angrenzenden Volksschule teilt man sich die Freibereiche, die Pausen sind zeitlich versetzt. Bei Schlechtwetter dient das Untergeschoss als Pausenraum: In den Werksälen sind Spiele und Bausets, im Gang stehen Tischtennistische und Wuzzler bereit.

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