Mit welcher Initiative die Caritas nachhaltige Lösungen anschubsen will

Vorarlberg / 26.06.2020 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der offizielle Startschuss für das neue Forum fiel am Donnerstag im WirkRaum der Caritas in Dornbirn. <span class="copyright">Caritas</span>
Der offizielle Startschuss für das neue Forum fiel am Donnerstag im WirkRaum der Caritas in Dornbirn. Caritas

SDG-Forum soll Perspektiven für ein Leben nach der Coronakrise bieten.

Dornbirn Die Coronakrise als Chance sehen, um gemeinsam über Perspektiven für ein nachhaltiges Leben und Handeln für die Zeit nach der Pandemie nachzudenken. Damit gute Lösungen für die neue Realität nach Corona entstehen können, erfolgte am Donnerstag der offizielle Startschuss für das SDG-Forum Vorarlberg im WirkRaum in Dornbirn. Diese Caritas-Initiative soll zum Austausch anregen und Inspiration für nachhaltige Lösungen bieten.

Drei Grundanliegen

Die Caritas hat drei Grundanliegen, die sie mit dem SDG-Forum verbindet. „Da der Weg nach vorne nur von vielen Akteuren gemeinsam gestaltet werden kann, braucht es einen Bezugsrahmen“, erklärte Caritasdirektor Walter Schmolly. Diesen bieten die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals oder kurz SDG) und müssten deshalb breit erschlossen werden. Vor knapp fünf Jahren haben die Vereinten Nationen 17 globale Nachhaltigkeitsziele formuliert und beschlossen. „Die Beseitigung manifester Armut in allen Formen, die Überwindung von ungerechten Verhältnissen sowie der Kampf gegen den Klimanotstand sind die wichtigsten SDG-Ziele“, fasste der Caritasdirektor zusammen. Ein weiteres Grundanliegen ist die Balance zwischen Ökologie, Sozialem und Wirtschaft, die kontinuierlich verhandelt werden müsse. „Die Akteure in diesen Bereichen müssen sich den Herausforderungen gemeinsam stellen und Gestaltungsperspektiven entwickeln“, so Schmolly. Er schilderte ein weiteres Anliegen: „In diese gesamtgesellschaftlichen Gespräche über die Zukunft sollten junge Menschen miteinbezogen werden. Sie müssen am längsten mit unseren Entscheidungen leben.“ Außerdem könne man nicht auf die Kreativität der Jungen verzichten.

Kreative Jugendbotschafterinnen und -botschafter

Die Jugendbotschafter der Caritas-Auslandshilfe seien ein Beispiel für Kreativität sowie für ein kritisches Gespür, was in der Gesellschaft nicht zukunftsfähig und ungerecht sei. Die Jugendbotschafterinnen Lena Feurstein, Eva Willi und Senta Winkler sehen sich als Partner zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Sie setzen Ideen in Vorarlberg und im Ausland um. „So pflanzen wir beispielsweise Mangobäume für Familien in Äthiopien oder führen dort das Projekt ‚Jedem Po sein Klo‘“, zählte Senta Winkler auf. Für Lena Feurstein ist es wichtig, dass die Nachhaltigkeitsziele bekannt und Menschen zum Handeln eingeladen werden. Gemeinsam mit Haberkorn-Lehrlingen erarbeiten die Jugendbotschafter Nachhaltigkeitsaktivitäten für das Unternehmen. Eine Vorschau auf Projekte gab Eva Willi. So sei für 2021 die „Drastic Plastic Parade“ geplant. „Für unser Musical ,Solve it – Die Zeit läuft‘ suchen wir junge Menschen zwischen 14 und 22, die tanzen, singen oder schauspielern können.“