So geht es mit der Naturwärme Montafon weiter

Vorarlberg / 30.06.2020 • 10:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So geht es mit der Naturwärme Montafon weiter
Standesrepräsentant Herbert Bitschnau und Naturwärme-GF Christoph Walla bei der Vertragsunterzeichnung. FOTO: VN/JS

Nach der Übernahme durch den Energiekonzern Engie soll das Montafoner Heizkraftwerk jetzt neu durchstarten.

Schruns Die Naturwärme Montafon versorgt seit 2009 die Gemeinden Schruns, Tschagguns und Bartholomäberg mit nachhaltiger Wärme, die aus Holz aus der Region gewonnen wird. Wie berichtet, wurde die Naturwärme mit 1. Mai vom internationalen Energieriesen Engie übernommen. Gestern wurde zudem die Verlängerung des Liefervertrags zwischen der Naturwärme und dem Forstfond des Stand Montafon unterzeichnet. “Regionalität ist uns sehr wichtig. Durch den neuen Vertrag ist ein wesentlicher Teil des Hackgutbedarfs aus lokaler Wertschöpfung durch die Montafoner Holzwirtschaft sichergestellt”, so der neue Naturwärme-Geschäftsführer Christoph Walla.

Die Pläne von Engie im Montafon sind ambitioniert. Die Abnahmemenge soll in den nächsten Jahren von derzeit 16 auf 20 Gigawattstunden (Gwh) gesteigert werden. Ein Plus also von 25 Prozent. Damit einher geht auch die Erweiterung des Fernwärmenetzes. Die Werbung von Neukunden lässt sich das Energieunternehmen einiges kosten. So sollen für sämtliche Vertragsabschlüsse in diesem Jahr keine Anschlussgebühren verrechnet werden. Eine Ersparnis für die Neukunden von rund 1200 Euro. Auch in Sachen Digitalisierung steht im kommenden Jahr ein Quantensprung an. So sollen die Anlagen so umgerüstet werden, dass das Heizungssystem künftig von den Kunden bequem über eine App gesteuert werden kann.

Die Steigerung der Abnehmer hat auch eine Steigerung bei der Holzabnahme zur Folge. Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung war in diesem Zusammenhang von 4000 Festmetern die Rede.

Gleichzeitig soll durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage am Dach durch die Naturwärme nicht nur die Energieeffizienz am Standort, sondern auch die Leistung der Anlage gesteigert werden.