Lech: Neuer Schlagabtausch zwischen Gemeinde und Handel

Vorarlberg / 24.07.2020 • 14:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lech: Neuer Schlagabtausch zwischen Gemeinde und Handel

Die Diskussion zwischen Bürgermeister und Handel um das KaDeWe-Angebot geht in die nächste Runde. Die Händler reagieren auf den Newsletter Muxels.

Lech Während derzeit noch die Behörden die Aufsichtsbeschwerden rund um das Gemeindezentrum in Lech prüfen, reagieren Bürgermeister Ludwig Muxel wie auch der Lecher Handel auf die losgetretenen Diskussion. So erklärte Muxel am Donnerstag in einem Newsletter nochmals seinen Standpunkt. So gebe es in Lech/Zürs derzeit bereits 16.400 Quadratmeter Handelsfläche, einzelne Betriebe seien dabei sogar größer als 4000 Quadratmeter. Die nun geplante Erweiterung von 2500 Quadratmetern mache daher nur ein Plus von 15 Prozent aus. Gleichzeitig habe es auf die Ausschreibung, über die man bereits mit Jahresanfang informiert habe, aus der Gemeinde selbst nur drei Rückmeldungen gegeben. Zwei davon hätten Kleinflächen betroffen, eine die Gastronomie. Man verhandle nun zwar weiterhin mit Benkos KaDeWe, der Lecher Handel sei aber nochmals eingeladen, Konzepte vorzulegen. Diese würde man dann öffentlich präsentieren und diskutieren.

Handel über Zahlen verwundert

Beim Lecher Handel zeigt man sich davon wenig beruhigt. Muxel habe den Kern der Beschwerde jedoch nicht verstanden, wiederholen sie in einer Reaktion ihren Standpunkt. Olivia Strolz, die als Sprecherin des Lecher Handels auftritt, ist über das genannte Ausmaß der Handelsflächen erstaunt. “Hier kann es sich eigentlich nur um einen fatalen Irrtum oder Zahlendreher der Gemeinde handeln”, erklärt sie in einer ersten schriftlichen Reaktion. Laut den ihr vorliegenden Studien habe Lech eine Handelsfläche von 2950 Quadratmetern – wohl auch, da Skiverleihflächen nicht als Handelsfläche zu zählen seien. Inklusive Lebensmittel und Verleih komme sie auf 7000 Quadratmeter. Hier bittet sie um Aufklärung.

Der Handel fordert auch Aufklärung zur Verträglichkeitsstudie der Cima zu einem Einkaufszentrum im Gemeindezentrum und wiederholt ihre Sorge, dass das Einkaufszentrum ohne das notwendige Wachstum an Kaufkraft in Lech eine existenzielle Bedrohung für den heimischen Handel darstelle, vor allem wenn dieser vergleichbares Sortiment führe.

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