Corona lässt Montafoner Großveranstaltungen platzen

Vorarlberg / 13.08.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona lässt Montafoner Großveranstaltungen platzen
Traditionelle Veranstaltungen wie der Buratag samt Sura-Kees-Prämierung fallen heuer im Montafon den coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen zum Opfer. LK VORARLBERG

Tourismusregion zieht Vorsichtsmaßnahmen Großevents vor. Sommersaison läuft viel besser als erwartet.

Montafon Veranstaltungsfixpunkte wie den Montafoner Tourismustag oder den Buratag wird es in diesem Jahr nicht geben. Eine entsprechende Entscheidung wurde nun seitens der Tourismusverantwortlichen im Tal bekannt gegeben. „Großveranstaltungen würden mitunter suggerieren, dass sich die Coronasituation wieder normalisiert hat. Das ist aber nicht der Fall, daher wollen wir mit diesem Schritt ganz bewusst ein Zeichen setzen“, begründet Montafons Tourismuschef Manuel Bitschnau die Absage einiger geplanter Großveranstaltungen im Tal. Kleinere Veranstaltungen, wie etwa die laufenden Montafoner Resonanzen, würden hingegen kein Problem darstellen. „Diese können unter strengsten Vorkehrungen durchgeführt werden“, so Bitschnau.

600 Tests wöchentlich

Mit den seit Juni wöchentlich stattfindenden Covid19-Testungen für Tourismus- und Beherbergungsbetriebe zeigt sich der Tourismuschef sehr zufrieden: “Seit Beginn der Testungen haben wir insgesamt drei Fälle verzeichnet. In den letzten zwei Wochen wurden im Zuge dieser Tests zwei positive Coronafälle im Tal festgestellt. Diese konnten sofort abgesondert werden und alle darauffolgenden Testungen im Umfeld waren negativ.” Rund 600 Tests finden derzeit an den beiden mobilen Teststationen in Schruns und St. Gallenkirch wöchentlich statt.

„Unser großes Bestreben ist es, die Zahlen im einstelligen Bereich zu halten und keine Verbreitung zu riskieren“, sagt der Tourismuschef. Aus diesem Grund will man künftig auch Kleinbetrieben, Nachtlokalen oder Gastrobetrieben die Möglichkeit bieten, ihre Mitarbeiter im Tal testen zu lassen. „Sie müssen bisher nach Röthis fahren, was für viele schlicht nicht machbar ist“, so Bitschnau. Damit die Covid19-Zahlen weiterhin im äußerst niedrigen Bereich bleiben und damit die bis dato hervorragend laufende Sommersaison stabil gehalten werden kann, wurde in den letzten Tagen das talinterne Krisenmanagement intensiviert und die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt. “Die Somemrsaison läuft bisher wesentlich besser, als wir uns das erwartet hatten. Wenn uns das jemand vor zwei Monaten prophezeit hätte, ich hätte es nicht geglaubt”, zeigt sich Bitschnau äußerst zufrieden mit dem Montafoner Sommer.

Um die gute Lage nicht zu gefährden, hätten sich die Verantwortlichen daher schweren Herzens dazu entschieden, mehrere Großveranstaltungen der kommenden Wochen abzusagen. Neben dem bereits einmal verschobenen Tourismustag und dem traditionellen Buratag samt Sura-Kees-Prämierung Anfang Oktober in Schruns sind auch die beiden „Krauthobel Anplakt“-Konzerte am 14. und 15. August in der Silvretta Montafon sowie der FIS Nordische Kombination Weltcup Anfang September in Tschagguns und Partenen von den Vorsichtsmaßnahmen betroffen.