Warum die Bludenzer Tenniscracks Grund zur Freude haben

Vorarlberg / 25.08.2020 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Warum die Bludenzer Tenniscracks Grund zur Freude haben
44 Jahre nach ihrer Errichtung ist die Tennishalle in Bludenz stark sanierungsbedürftig. BI

Halle soll umfassend saniert werden. Photovoltaikanlage am Dach geplant.

BLUDENZ Nach einigen Verzögerungen kann die neue Traglufthalle beim Tennisplatz Bludenz bis spätestens Ende Oktober in Betrieb gehen. „Ich war selber ein begeisterter Tennisspieler und habe mich sehr für die Errichtung der Traglufthalle eingesetzt“, zeigt sich Bürgermeister Mandi Katzenmayer begeistert.

Halle wird saniert

„Der Tennisclub Bludenz hat über 350 aktive Mitglieder, die Clubmannschaft der Damen spielt sehr erfolgreich in der zweiten Bundesliga. Das Durchschnittalter des Vereins liegt bei 17 Jahren. Diese Entwicklung finde ich äußerst erfreulich“, so Katzenmayer weiter. „Der Vereine leisten Großartiges für die Gemeinschaft, die Gesundheit und für eine sinnvolle Beschäftigung der Jugend. Außerdem haben die Tennisspieler in Nüziders und Bürs keine eigene Halle, insofern wird die Traglufthalle auch von den benachbarten Gemeinden genützt“, ist der Stadtchef überzeugt.

Als wäre dies der guten Nachrichten nicht genug, wurde quasi als Sahnehäubchen zudem die Renovierung des Dachs der bestehenden Tennishalle mit einem Investitionsvolumen von 430.000 Euro beschlossen. Vor einem Monat wurde in einer Sitzung das Ergebnis einer statischen Vermessung der Tennishalle bekanntgegeben. „Leider zeigte sich dabei, dass weitreichendere Maßnahmen vonnöten sind. Wegen des Einsturzes eines Tennishallendachs im Süddeutschen Raum durch Schneemassen, gibt es nun neue Vorschriften bei baulichen Maßnahmen dieser Art“, informiert TC Bludenz Obmann Kurt Tschofen.

Acht statt 15 Steher

Die Bludenzer Tennishalle wurde im Sommer 1976 errichtet. Im ursprünglichen Plan für die Halle waren 15 Steher geplant. Gebaut wurden schließlich nur acht. Außerdem wurde kein hochwertiger Stahl verwendet. „Dass es nach 44 Jahren zu auftretenden Mängeln kommen kann ist verständlich. Wir wollen diese allerdings gründlich beheben und eine nachhaltige Lösung schaffen“, macht Tschofen deutlich, dass es bei den vier westseitig gelegenen Fenstern der Halle schon seit Längerem hineinregnet und auch die vorhandene Beleuchtung nicht mehr zeitgemäß ist. Zudem sollen im Vorfeld der Sanierung auch noch Bodenproben entnommen werden, um auch den Untergrund genau zu prüfen.
Aufgrund der vorliegenden statischen Ergebnisse wird bei Schneefall die Lage ab sofort genau beobachtet. „Beträgt die Schneelast über 40 Zentimeter, wird ein Statiker hinzugezogen. Allenfalls muss die Halle für einige Tage geschlossen werden. Das ist aber eher unwahrscheinlich“, führt Tschofen weiter aus. Das in der Halle befindliche Restaurant und der Kindergarten wären davon jedenfalls nicht betroffen.

Energieeffizienz

„Die Sportstätten im Unterfeld sind ein Vorzeigeprojekt. Sie sind auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Mit der Sanierung der Tennishalle sind wir auch für den Winter gut gerüstet. Wichtig ist mir, bei der Sanierung auch an die Energieeffizienz zu denken. Aus diesem Grund werden wir auf dem neuen Dach eine Photovoltaik-Anlage errichten“, ergänzt Katzenmayer, der in der Pension auch wieder öfters das Tennisracket schwingen will. BI