So verlief die Saison für die historische Schifffahrt in Hard

Vorarlberg / 16.09.2020 • 15:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Natur spielt mit und liefert immer wieder neue Stimmungsbilder. Hier dampft die Hohentwiel vor ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Wolken.<span class="copyright"> stp</span>
Die Natur spielt mit und liefert immer wieder neue Stimmungsbilder. Hier dampft die Hohentwiel vor ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Wolken. stp

Bilanz für Hohentwiel und Oesterreich, historische Schifffahrt präsentiert Herbst-/Winter-Fahrplan.

Hard Die sehr gute Buchungslage ließ Anfang März, als man sich auf den Start der Dampfersaison vorbereitete, im Büro der historischen Schifffahrt Bodensee für den Sommer 2020 richtiggehend Euphorie aufkommen. Der Sommerfahrplan von Hohentwiel und Oesterreich wurde sehr gut angenommen, viele Fahrten war ausgebucht, doch dann kam Corona …
„Über Nacht standen wir vor einer noch nie zuvor dagewesenen Situation. Sofort war klar, dass der eben erst gedruckte Fahrplan nur mehr Makulatur war. Auch die Vorbereitungen für die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Hohentwiel mussten wir stoppen“, fassen Adi Konstatzky und Bernd Hartmann zusammen.

Viele Fahrten ausgebucht

Der Saisonstart verzögerte sich zudem um viele Wochen, und als es endlich losging, waren viele Fahrten zwar ausgebucht – aber halt eben nur unter Coronabeschränkungen mit Abstandsregeln und deshalb reduzierter Anzahl an zugelassenen Fahrgästen.

Viel Improvisation gefragt

Beim verspäteten Saisonstart gab es noch viel Improvisation, denn es musste auf die ständig veränderten Sicherheitsvorgaben reagiert werden und der provisorische Fahrplan war an die Beschränkungen anzupassen, die in den Bodensee-Anrainerländern oft unterschiedlich waren und unter einen Hut gebracht werden mussten.
„Die Freunde der historischen Schifffahrt Bodensee haben uns in dieser Zeit sehr geholfen, es gab viele kurzfristige Buchungen, die für eine gute Auslastung sorgten“, dankt Hartmann den heimischen Schifffahrtsfans, von denen viele erstmals auf einem der beiden Schiffe unterwegs und so begeistert waren, dass es wohl nicht ihre letzte Fahrt bleiben wird. Adi Konstatzky ergänzt: „Dank unserem hervorragenden und gut ­eingespielten Team haben wir die neuen Herausforderungen gut gemeistert und alle wussten sofort, was zu tun war. Auch die Verbundenheit und der Zuspruch unserer Stammgäste haben uns viel Rückhalt gegeben.“
Neben dem Erlebnis, Technikepochen auf dem Bodensee und bei den kombinierten Fahrten mit dem Rheinbähnle zum Museum Rheinschauen auch die Geschichte des Rheins und dessen Regulierung hautnah zu erfahren, liefert die Natur immer wieder ein faszinierendes Zusammenspiel von See, Sonne, Wolken und Wind. Auch zur musikalischen Begleitung der Fahrten wird immer wieder Neues geboten, diesen Sommer z. B. die heimischen Newcomer „Swingbugs“.

Sommer-/Herbst-Fahrplan

Ab Juli gab es dann endlich einen fixen Fahrplan mit 25 Fahrten für die Hohentwiel und 20 für die Oesterreich. Für den Dampfer geht es jetzt noch bis 18. Oktober weiter, die Oesterreich fährt einen Ganzjahresbetrieb, der Herbst-/Winterfahrplan läuft bis 25. April 2021, ab dann gilt nahtlos der neue Sommerfahrplan, der im Jänner erstellt werden soll.
Highlight im August war das Ballonspektakel – die VN berichteten –, bei dem beide Schiffe ausgelaufen sind und der Euterballon der Vorarlberger Künstlerin Barbara Anna Husar darüber schwebte. Pilot Eugen Nussbaumer, seine Tochter Nadja und Günter Schabus als „Bodenpersonal“ meisterten auch das Problem mit dem schwer berechenbaren Wind.
Highlight im Fahrplan sind die Zeitreisen. Dabei sind beide Schiffe, zeitweise nebeneinander fahrend, unterwegs und die Passagiere wechseln nach dem ersten Teil der Fahrt das Schiff. Vier Zeitreisen fanden im August statt, vier weitere stehen im September und Oktober auf dem Programm. STP

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