Antigentests auch für Pflegeheime

Vorarlberg / 01.11.2020 • 19:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Pflegeheimen werden Besuche eingeschränkt, nicht eingestellt. vn/rp
In Pflegeheimen werden Besuche eingeschränkt, nicht eingestellt. vn/rp

Belieferung erfolgt demnächst. Cluster in Dornbirner Pflegeheim.

Bregenz Antigentests sollen demnächst auch Mitarbeitenden von Pflegeheimen zur Verfügung gestellt werden. Die Belieferung ist bereits für kommende Woche geplant. Die Abnahme der Schnelltests kann durch diplomierte Pflegekräfte erfolgen, wie Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (56, Grüne) auf VN-Nachfrage bestätigte. Den Beschäftigten steht es dann frei, sich regelmäßig zu testen oder durchgängig FFP-Masken zu tragen. Von den wenigen Besuchern, die ab Dienstag noch zugelassen sind, wird nicht, wie in der neuen Verordnung festgeschrieben, explizit ein negativer Coronatest verlangt. „Das Tragen von FFP-Masken halten wir für praktikabler und empfehlen das auch“, sagt Wiesflecker. Manche Heime würden das Besuchern schon vorschreiben.

Besuchsverschärfungen

Was die Infektionssituation betrifft, spricht die Soziallandesrätin von einer noch weitgehend ruhigen Lage. Derzeit gibt es Coronafälle in 13 Pflegeheimen, es seien jedoch lediglich einzelne Mitarbeiter betroffen. In einem Heim in Dornbirn hat sich allerdings ein Cluster mit 22 positiv getesteten Personen gebildet, 16 von ihnen sind Bewohner. „Ihr Gesundheitszustand ist aber glücklicherweise stabil“, berichtet Katharina Wiesflecker. Der ab morgen, Dienstag, gültige Lockdown bringt auch Verschärfungen bei Besuchen in Alten- und Pflegeheimen. Nur noch alle zwei Tage ist eine Person zugelassen, bis 17. November, so lange dauert die Maßnahme vorerst, dürfen es maximal zwei verschiedene Personen sein. Die Maßnahme bezeichnet Katharina Wiesflecker als Fortsetzung der Strategie, die im Land praktiziert wird. „Wir haben bereits vorher langsam mit der Reduzierung von Kontakten begonnen“, erklärt sie. So waren anfangs zwei Personen pro Bewohner und Tag zugelassen, zuletzt erhielt nur noch ein Besucher täglich Zutritt. Um das Risiko einer Viruseinschleppung zu minimieren, wurde außerdem darauf geschaut, dass es wenig Wechsel bei den Besuchern gibt. In 30 Heimen sorgen Mobile Hilfsdienste für die Abwicklung des Besuchsmanagements. „Wichtig ist, dass Besuche weiterhin möglich sind“, betont Wiesflecker, die auch auf das Krisenhandbuch und die von den Heimen zum Teil selbst erstellten Präventionskonzepte verweist. Alles zusammen habe sich bislang bewährt.

Betreuung gesichert

Die 24-Stunden-Betreuung ist trotz Lockdown und derzeitigem Stand ebenfalls gesichert. Es würden bislang keine Informationen über Grenzschließungen vorliegen, was sich aber schnell ändern könne. In diesem Fall sieht Katharina Wiesflecker die Betreuung trotzdem gesichert. Wie im Frühjahr würden die anwesenden Betreuerinnen verlängern. Auch für Entlastungsangebote ist gesorgt. Problematisch wäre eine Grenzschließung vor allem im Zusammenhang mit Rumänien, von wo mehr als die Hälfte der in Vorarlberg tätigen 24-Stunden-Betreuerinnen kommen. VN-MM  

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