In der Oberstufe ist Lernen zu Hause angesagt

Vorarlberg / 01.11.2020 • 22:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pflichtschulen bleiben offen, müssen aber Sicherheitsvorkehrungen treffen. VN/Rauch
Pflichtschulen bleiben offen, müssen aber Sicherheitsvorkehrungen treffen. VN/Rauch

Entgegen den Aussagen am Freitag müssen Schüler der Oberstufe am Dienstag ihre Sachen holen.

Schwarzach So schnell kann es sich ändern. Am Freitag verkündeten die Landesregierung und die Bildungsdirektion, dass die Schulampel auf Gelb bleibt. Der Unterricht werde so fortgeführt wie vor den Herbstferien. Am Samstag erklärte die Bundesregierung aber, dass in der Oberstufe und an Hochschulen ab sofort wieder Heimarbeit angesagt ist. Der Unterricht findet zu Hause statt.

Kindergärten und der Pflichtschulbereich bleiben normal geöffnet. Ob das so bleibt, hängt laut Bundeskanzler Sebastian Kurz vom weiteren Infektionsgeschehen ab. Die Oberstufen wechseln ins sogenannte Distance Learning. Für Zehn- bis 14-jährige Schüler gibt es verstärkte Schutzmaßnahmen. In unsicheren Situationen kann die Schulleitung das Tragen von Masken im Unterricht veranlassen. Es wird keine Schulveranstaltungen mehr geben. Externe Personen dürfen nicht mehr am Unterricht mitwirken.

Den Oberstufen bleibt ein Übergangstag. Da am Montag die Schulen noch geschlossen sind, können Schüler am Dienstag ihre Sachen abholen und die weitere Vorgehensweise mit den Lehrern beraten, berichtet der „Standard“.

Lehrervertreter fordern Schutz

Kritik am Hin und Her kommt von der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer. Personalvertreter Willi Witzemann spricht von einem Ampelwirrwarr. Er fordert mehr Schutz für Lehrer: „Verdünnung in den Klassen, kleinere Gruppen und vor allem mehr Personal.“ Auch Gewerkschaftsvorsitzende Alexandra Loser äußert sich kritisch. Sie plädiert dafür, schwangeren Lehrerinnen den Wechsel ins Homeoffice zu ermöglichen. „Für das langfristige Offenhalten muss der Minister aber die Schutzmaßnahmen erhöhen.“

Auch die Vorarlberger Lehrerini­tiative kritisiert die unübersichtliche Ampelschaltung. Katharina Bachmann fordert zudem, dass der Dienstgeber die Gesundheit der Lehrer bestmöglich schützt. AHS-Vertreter Gerhard Pušnik ergänzt: „Der Mund-Nasen-Schutz, FFP2-Masken für alle, die sie wollen, Quarantäne für die ganze Klasse, wenn es positive Fälle gibt, wären weitere sinnvolle Maßnahmen.“

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