Über die Skurrilitäten des Lebens

Vorarlberg / 01.11.2020 • 16:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Madlen und Sabrina Beck hatten sichtlich Spaß.
Madlen und Sabrina Beck hatten sichtlich Spaß.

Kabarettist Markus Linder gastierte in der Remise Bludenz.

„Es fühlt sich heute Abend an wie ein Déjà-vu. Am 10. März bin ich zu einem Auftritt im Metropol nach Wien gefahren. Auf der Fahrt dorthin erhielt ich von verschiedenen Veranstaltern zwanzig Absagen für weitere Auftritte. Als dann die ‚Seitenblicke‘ ins Metropol kamen, war dies für mich ein gutes Omen. Meiner Ansicht nach könnten Kabarett- und Theaterveranstaltungen unter der Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen durchaus weiter aufgeführt werden. Unser Publikum verhält sich schließlich sehr gesittet“, erklärte der Kabarettist Markus Linder am vergangenen Donnerstag anlässlich der Aufführung seines aktuellen Programms „O Solo Mio“ in der Remise in Bludenz. In den letzten Wochen habe er tolle Erfahrung mit Veranstaltern wie eben dem Kulturamt Bludenz gemacht, diese bezeichnete er als „Möglichmacher“, die einen erhöhten Aufwand in Kauf nahmen, um Menschen weiterhin kulturelle Veranstaltungen zu ermöglichen.

Roter Anzug, kurze Hosen

Markus Linder ist weithin bekannt, zu seinem Auftritt in Bludenz kamen viele Gäste, die aufgrund der geltenden Maßnahmen beschränkt werden mussten. Der hoch gewachsene Kabarettist bot in rotem Anzug mit kurzen Hosen sowie schwarzen Kniestrümpfen und Schuhen sein aktuelles Programm „O Solo Mio“ dar. Auf der Bühne sinnierte er über Gott und die Welt, das Musikschaffen berühmter Kollegen und Skurrilitäten des Lebens. „In my younger days I should have known then what I know now“ war eine der vielen pointierten Kernaussagen dieses Abends. In einer gelungenen Mischung aus Englisch und Vorarlbergerisch kommentierte er humorvoll Alltagsereignisse in Dialogform wie etwa „die private Scheiße, that you brocked in“.

Selbstverständlich durfte auch der bekannte Riebel-Song an diesem Abend nicht zu kurz kommen – dargeboten in einer Imitation von Louis Armstrong, als Wiener Original Hans Moser oder als Queen Elizabeth. Diese visualisierte der Kabarettist am Piano mit einer Maske – und dem Song „We will rock you“ als „Riebel, Riebel, Riebel“. Die Zuschauer waren begeistert. Unter ihnen befanden sich Ursula und Bruno Grass mit den Kindern Felicia und Nathanael, sie seien durch ihre Tochter zu Markus-Linder-Fans geworden, seit dieser in ihrer Schule mit dem Riebel-Song auftrat. Ilse Margreiter feierte in Begleitung ihres Mannes Walter sogar ihren Geburtstag mit dem Kabarett-Besuch. Des Weiteren ließen sich unter anderem Ortsvorsteher Norbert Bertsch mit Gattin, Stadtrat Cenk Dogan, Eva Nikolussi, Katarina Feuerstein (ländleticket), Gerhard und Sibylle Möller sowie Sabrina und Madlen Beck aus Nenzing die Veranstaltung nicht entgehen. BI

Petra und Horst Kasper unterhielten sich blendend.
Petra und Horst Kasper unterhielten sich blendend.
Wolfgang und Karin Heinzle genossen den Kabarettabend in der Remise.
Wolfgang und Karin Heinzle genossen den Kabarettabend in der Remise.
Bruno und Ursula Grass genossen mit ihren beiden Kindern Felicia und Nathanael einen humorvollen Familienabend.BI
Bruno und Ursula Grass genossen mit ihren beiden Kindern Felicia und Nathanael einen humorvollen Familienabend.BI

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