Gemeinsam Laub rechen im Dornbirner Kulturhauspark

Vorarlberg / 02.11.2020 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kinder hatten Spaß in den Laubhaufen.<span class="copyright"> blan</span>
Die Kinder hatten Spaß in den Laubhaufen. blan

Hinter dem Kulturhaus trafen sich Freiwillige zur gemeinsamen Aktion rund ums Laub.

Dornbirn Obst- und Gartenbauverein und die Essbare Stadt Dornbirn haben am Samstagvormittag zum Laub-Flashmob in den Kulturhauspark geladen. Flashmob bezeichnet einen scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen, bei dem Personen, die sich persönlich nicht kennen, gemeinsam etwas Außergewöhnliches tun. In Kooperation mit dem Dornbirner Werkhof, der Straßenmeisterei, der Umweltabteilung und dem Umweltausschuss der Stadt Dornbirn wurde mit dem Laub-Flashmob darauf aufmerksam gemacht, dass Laub rechen tatsächlich Freude bereiten kann. Ganz ohne den Einsatz von Laubbläsern, an denen sich Menschen, Pflanzen und Tiere nicht zwingend erfreuen.

Durch das fehlende Sonnenlicht ziehen Pflanzen den grünen Farbstoff im Herbst aus den Blättern zurück und werfen die braun, rot und golden schimmernden Blätter ab. So kann der Baum auch mit weniger Wasser im Winter leben. Die herabgefallenen Blätter werden durch Bodenlebewesen zu Humus und damit zu wertvollem Dünger verarbeitet.

Dem Laubbläser abgeschworen

Stadträtin Juliane Alton, die Vorsitzende des Umweltausschusses der Stadt Dornbirn, meint: „Für einige Menschen ist das Laub ein Ärgernis: Man rutscht auf nassen Blättern aus, die Bäume machen damit Dreck, der viel Arbeit verursacht. Kehrmaschinen und Laubbläser kommen mit Staub und Getöse zum Einsatz.“ Mit dieser gemeinsamen Aktion wolle man auf diese Missstände aufmerksam machen. „Denn auch Werkhöfe und Straßenmeistereien kehren mittlerweile wieder zum Laubrechen zurück. Er ist leicht, macht keinen Lärm, wirbelt keinen Staub auf und verbläst nicht Insekten und deren Eier“, erzählt die Organisatorin Ingrid Benedikt vom Obst- und Gartenbauverein Dornbirn. Jung und Alt griffen am Samstag im Rahmen dieser Aktion gemeinsam zum Laubrechen. „Wir sind mit dabei, weil das eine gute Sache ist. Laub soll nicht als Abfall gesehen werden“, erzählt Lucia Emerich-Rüdisser, die eben noch mit dem Kernteam von der Essbaren Stadt Dornbirn eine Gründüngung im Garten eingebracht hat. Dominik Sturm ist mit seinen beiden Kindern mit dabei, um Gleichgesinnte zu treffen.

Igelhotel gebaut

Neben dem Kompostieren des Laubes wurden direkt im Park mit den anwesenden Kindern zwei Igelhotels gebaut. Die Igelunterkünfte können rund um die Uhr im öffentlichen Park bewundert werden. Vielleicht wird dabei sogar der eine oder andere eine kleine Igelfamilie entdecken, so Benedikt abschließend. blan

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