In Vorarlberg krachte es 13 Mal im Nebel

Vorarlberg / 02.11.2020 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sehen und gesehen werden. „Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sind hier die beste Kombination“, empfiehlt der Pkw-Chefinstruktor. ÖAMTC
Sehen und gesehen werden. „Abblendlicht, Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten sind hier die beste Kombination“, empfiehlt der Pkw-Chefinstruktor. ÖAMTC

Österreichweit wurden im Vorjahr 411 solcher Unfälle registriert.

Schwarzach Sichtbehinderungen durch plötzlich auftauchende Nebelfelder führen im Herbst immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Laut ÖAMTC ereigneten sich im Jahr 2019 in Österreich 411 Unfälle bei Nebel, 535 Personen wurden dabei verletzt, fünf kamen ums Leben. Mehr als drei Viertel der Nebelunfälle (332) passierten demnach von Anfang Oktober bis Ende Dezember. Der Bundesländervergleich zeigt, dass es am öftesten in Oberösterreich (136) krachte, gefolgt von Niederösterreich (95), der Steiermark (74), Kärnten (43), Salzburg (16), Tirol (15), Vorarlberg (13), Wien (11) und dem Burgenland (8). „Besonders groß ist die Gefahr von Nebelunfällen im Freilandbereich. 265 der Nebelunfälle, das sind 64 Prozent, passierten 2019 im Freiland, 146 bzw. 36 Prozent im Ortsgebiet“, erläutert ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé.

Autofahrer sollten insbesondere am frühen Morgen und am Abend mit Nebel rechnen und entsprechend vorsichtig fahren. Nicht angepasste Geschwindigkeit in Verbindung mit zu geringem Abstand zum Vordermann sei nämlich Unfallursache Nummer eins. „Gefährlich ist, wenn sich Autofahrer oft instinktiv an das Licht des Vordermanns ‚anhängen‘. Durch den sogenannten Lemming-Effekt ist der Abstand zum Vordermann zu gering. Außerdem kann passieren, dass durchs Anhängen die Fahrgeschwindigkeit nicht mehr der Sichtweite entspricht“, warnt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC-Fahrtechnik.

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