“Es war surreal”

Vorarlberg / 04.11.2020 • 22:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
"Es war surreal"

Anna Fend saß mit einer Freundin im Kino in Wien Mitte im dritten Bezirk, als sie kurz nach 21 Uhr mitbekommen haben, was am Schwedenplatz gerade passiert. „Wir waren auf das Handy fixiert und haben geschaut, wie sich die Lage entwickelt“, erzählt die 21-Jährige im Gespräch mit den VN. Als der Film fertig war, begaben sich die beiden ins Foyer. „Man sah, wie Polizei und Rettung ständig vorbeigefahren sind.“ Man sagte den Besuchern, dass sie weg von den Fenstern gehen sollten. „Die Lage war sehr angespannt und wir wussten nicht, wie wir mit unseren Emotionen umgehen sollen“, beschreibt die Lustenauerin die Schreckensmomente. Um 23 Uhr wurden die Kinobesucher von einem Mitarbeiter vor die Tür gestellt. Die jungen Frauen flüchteten mit den anderen Kinobesuchern in ein gegenüberliegendes asiatisches Restaurant, wo sie bis etwa vier Uhr in der Früh ausharrten. „Wir hatten einen sehr hohen Stresslevel, haben gezittert und versucht, die Nerven nicht zu verlieren. Man hat nicht gewusst, ob einer der Täter vielleicht reinkommt in das Lokal. Es war eine schlimme Nacht“, sagt Anna Fend. In den frühen Morgenstunden setzte sich die Studentin in ein Taxi und fuhr nach Stunden des Ausharrens nach Hause: „Es war surreal.“ VN-MIH

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