Attentäter hielt Dschihadisten-Treffen ab

Vorarlberg / 08.11.2020 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Anteilnahme nach dem Anschlag ist weiterhin groß. AFP
Die Anteilnahme nach dem Anschlag ist weiterhin groß. AFP

Auch die zwei Verdächtigen aus Winterthur reisten nach Wien.

Wien Der Wiener Attentäter war gut im deutschsprachigen Raum vernetzt. Er hatte Kontakt zu Gleichgesinnten in Deutschland und der Schweiz, die sich alle im Juli in Wien getroffen haben (die VN berichteten). Die Zusammenkunft fand unmittelbar vor der Fahrt des Terroristen in die Slowakei statt, wo er erfolglos versucht hatte, Munition für sein Sturmgewehr zu kaufen. Das bestätigte das Innenministerium der APA.

Das Treffen stand nach Hinweisen aus Deutschland unter Beobachtung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Mehr als ein Dutzend Islamisten sollen laut der Schweizer Zeitung Blick dabei gewesen sein. Bisher war nur vom Besuch von zwei Deutschen die Rede. Nun wurde bekannt, dass auch zwei Schweizer aus Winterthur, die nach dem Anschlag festgenommen wurden, dabei waren.

Laut Schweizer Medien waren die eidgenössischen Gefährder zwischen dem 16. und 20. Juli in Wien. Sie trafen sich zunächst in einem Park. Anschließend soll der Attentäter mit den beiden Schweizern und zwei Deutschen in seine Wohnung gegangen sein. Laut Berichten könnte der 20-jährige Attentäter auch in die Schweiz gereist sein. 

In Deutschland fanden nach dem Terroranschlag Hausdurchsuchungen bei fünf jungen Männern statt, zwei davon sind jene, die in Wien waren. In Österreich wurden am Sonntag zwei weitere Verdächtige aus dem Umfeld des Täters in Untersuchungshaft genommen. Bei ihnen und acht bereits am Freitag in U-Haft überstellten Verdächtigen steht der Verdacht im Raum, sie könnten in Vorbereitungshandlungen des Attentäters verwickelt gewesen sein oder davon gewusst haben.

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