Lochau hielt an Tradition des Seelensonntags fest

Vorarlberg / 10.11.2020 • 15:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch in einem coronabedingt kleinen Rahmen wurde der Seelensonntag in Lochau zu einer würdigen Feier des Gedenkens und der Mahnung. <span class="copyright">bms</span>
Auch in einem coronabedingt kleinen Rahmen wurde der Seelensonntag in Lochau zu einer würdigen Feier des Gedenkens und der Mahnung. bms

Für Bürgermeister Frank Matt war es wichtig, gerade in diesen Zeiten ein Zeichen zu setzen.

Lochau Corona hat den Rahmen vorgegeben: der traditionelle Seelensonntag, das Gedenken an die Opfer der Weltkriege und des Nationalsozialismus, fand in Lochau ohne Blasmusik, ohne große Menschenmassen und nur mit kleinen Abordnungen der Lochauer Vereine sowie politischer und militärischer Vertreter statt. Natürlich stand wenige Tage nach Verhängung des Lockdowns auch in Lochau eine Absage der Gedenkfeier im Raum, doch war es den Verantwortlichen wichtig, dass diese feierliche Zeremonie nicht wie vieles aufgrund der aktuellen und herausfordernden Situation gänzlich abgesagt wird, sondern als Symbol dafür verstanden wird, trotz widriger Umstände, die das Coronavirus mit sich bringt, bestmöglich weiter zu machen.

Gerade jetzt ist es wichtig

Der Lochauer Bürgermeister Dr. Frank Matt begründete die Entscheidung: „Wir möchten aufzeigen, dass man mit Respekt, gegenseitiger Rücksichtnahme und entsprechender Vorsicht agieren kann, ohne seine Mitmenschen zu gefährden. Denn gerade in Zeiten von Krieg, Ausnahmezuständen und Not werden solche Werte mitunter sehr oft mit Füßen getreten.“ Deshalb sei es gerade jetzt wichtig, mit der Gedenkfeier ein Zeichen zu setzen.

Der Obmann des Kameradschaftsbunds Lochau, Oberst Johannes Grissmann, nahm in seiner feierlichen Ansprache nicht nur Bezug auf die Geschehnisse der zwei Weltkriege, sondern auch ganz aktuell zu den tragischen Ereignissen in Wien und den kriegerischen Konflikten auf der ganzen Welt.

Auch Militärkommandant Gunther Hessel betonte in seiner Ansprache die Bedeutung und Bewahrung des Friedens. Das Bundesheer werde zwar für den Kriegsfall ausgebildet, sei aber immer froh, diese Fähigkeiten „nur“ für sonstige Notsituationen einsetzen zu müssen. Die Kranzniederlegung, Kanonenschüsse und die stillen Fahnengrüße der Vereine gaben diesem Anlass einen besonders würdigen Rahmen. STP

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