Rankweil erinnert an die Opfer von Gewalt

Vorarlberg / 10.11.2020 • 14:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall und Oberst Erwin Fitz (Landesgeschäftsführer Österreichisches Schwarzes Kreuz) auf dem Soldatenfriedhof.<span class="copyright">Marktgemeinde</span>
Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall und Oberst Erwin Fitz (Landesgeschäftsführer Österreichisches Schwarzes Kreuz) auf dem Soldatenfriedhof.Marktgemeinde

Gedenkfeier und Kranzniederlegung am Soldatenfriedhof.

Rankweil Bei der jährlichen Gedenkfeier für Gewaltopfer – insbesondere in Zusammenhang mit den Weltkriegen – wurde in Rankweil jener Menschen gedacht, die gefallen sind, Bombenopfer wurden, als verfolgt galten oder in einer anderen Art und Weise unter Gewalt zu leiden hatten. Am Sonntag nach Allerheiligen trafen sich einige Mitglieder der Bürgermusik und der Ortsfeuerwehr in der Basilika, um der Gewaltopfer zu gedenken. Aus aktuellem Anlass wurden auch die Opfer des Anschlags in Wien sowie deren Angehörige ins Gebet aufgenommen. Anschließend begaben sich Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall und Oberst Erwin Fitz, Vertreter des Österreichischen Schwarzen Kreuzes, zum Soldatenfriedhof, um einen Kranz niederzulegen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand dieser Akt heuer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Erinnern gegen das Vergessen

„Es war uns sehr wichtig, dieses Gedenken auch unter den aktuellen Umständen durchzuführen. Denn Opfer von Gewalt gab es damals wie heute – und das darf nicht vergessen werden“, erklärt Bürgermeisterin Wöß-Krall. Der gesamte Soldatenfriedhof hinter dem Landeskrankenhaus Rankweil umfasst rund 200 Gräber mit Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs, etwa 40 davon aus der ehemaligen Sowjetarmee. Der Soldatenfriedhof in Rankweil ist einer von insgesamt fünf (Bregenz, Dornbirn, Hard, Feldkirch, Rankweil) solcher Begräbnisstätten in Vorarlberg. Gepflegt wird er seit über 30 Jahren ehrenamtlich von Wolfgang Prugger.

Österreichisches Schwarzes Kreuz

Seit fast 100 Jahren gibt es das „Österreichische Schwarze Kreuz“, welches dazu beiträgt, würdige Begräbnisstätten für die in den Weltkriegen Gefallenen sowie für Bombenopfer und Verfolgte zu schaffen – und diese über die Jahrzehnte zu erhalten. Die finanziellen Mittel für die humanitäre Arbeit der Kriegsgräberfürsorge werden vorwiegend durch die jährlichen Friedhofssammlungen zu Allerheiligen aufgebracht, welche in Rankweil von den Pfadfindern organisiert und durchgeführt wird.

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