Intensivstationen weiter unter Druck

Vorarlberg / 11.11.2020 • 22:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Intensivbetten sind derzeit überdurchschnittlich belegt.khbg
Intensivbetten sind derzeit überdurchschnittlich belegt.khbg

Ab sofort täglicher Lagebericht aus den Krankenhäusern.

Bregenz Das Land Vorarlberg stellt seine Information im Zusammenhang mit Covid-19 um. Ab sofort kommen die täglichen Lageberichte aus den Krankenhäusern. Im Laufe des späten Vormittags wird mitgeteilt, wie sich Spitalsversorgung und Kapazitätsauslastung in allen Krankenhäusern darstellen. Derzeit wächst der Druck vor allem auf die Intensivstationen weiter.

Aktuellere Daten

Die wichtigsten Auskünfte etwa zu Neuinfektionen, Gesundmeldungen oder Zahl der Testungen sind auf dem Dashboard des Landes abrufbar. Um eine bessere Vergleichbarkeit mit den Daten auf Bundesebene zu schaffen, werden ab heute, Donnerstag, auf dem Dashboard auch die Aktualisierungszeiträume geändert. Neueste Zahlen gibt es jeweils um 12, 16 und 24 Uhr. Der Rechnungszeitraum umfasst nun 0 bis 24 Uhr, also einen Kalendertag. Bisher erstreckte sich der Rechnungszeitraum von 16 bis 16 Uhr. Das führte oft zu sehr unterschiedlichen Zahlen bei den Neuinfektionen, je nachdem, wie schnell die Eingabe der Daten durch die auswertenden Labors erfolgte. Mit einem Rückstau an Tests habe das nichts zu tun, sagt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. Vorarlberg arbeitet bei den Coronatests inzwischen mit rund zehn Labors in Österreich und Deutschland zusammen.

Noch keine weitere Aufstockung

Der erste, von der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) am Mittwoch veröffentlichte Bericht zur Lage in den Spitälern verheißt wenig Gutes. Insgesamt werden 186 Covid-19-Patienten stationär betreut, 284 der für Covidpatienten vorgehaltenen 432 Normalbetten sind noch verfügbar. Immerhin 13 Personen konnten aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Intensivstationen sind mit 38 Covid-19-Patienten belegt, das sind acht mehr als noch am Vortag. Die Kapazitäten im Intensivbereich wurden bereits auf 63 Plätze aufgerüstet. Davon stehen noch 18 zur Verfügung.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei keine Erweiterung der Intensivkapazitäten fixiert, hieß es auf VN-Nachfrage. Die Situation könne sich jedoch rasch ändern. Die Entwicklung werde aufmerksam beobachtet und in der regelmäßig tagenden Task Force besprochen. VN-MM

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