Werkraumfreunde wollen nicht völlig klein beigeben

Vorarlberg / 11.11.2020 • 15:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Obmann Gerhard Schwarz (r.) und die Werkraumfreunde waren von den Ausführungen der Schwarzmanns sehr beeindruckt.<span class="copyright">stp/2</span>
Obmann Gerhard Schwarz (r.) und die Werkraumfreunde waren von den Ausführungen der Schwarzmanns sehr beeindruckt.stp/2

Unter strengen Coronaregeln zu Gast in der Fenster-Werkstatt Schwarzmann.

Schoppernau Vor zwei Jahrzehnten hat sich der Werkraum Bregenzerwald formiert und wenig später schlossen sich Unterstützer des Wälder Handwerks zu einem Gremium zusammen, das die Handwerker finanziell und vor allem ideell unterstützt. Dabei wird großer Wert auf ständige Kontakte mit den Betrieben gelegt und dazu werden regelmäßig Firmenbesuche organisiert, bei denen sich die Werkraumfreunde hautnah über die Betriebe der Region informieren. Corona hat dieses Besuchsprogramm heuer leider stark eingeschränkt, doch ganz klein beigeben wollten die Werkraumfreunde dann doch nicht und so kam es unter strengen Coronaregeln und in einer nur kleinen Gruppe zu einer Exkursion in die Fenster-Werkstatt von Claus Schwarzmann in Schoppernau.

Fensterbau-Geheimnisse

Freunde-Obmann Gerhard Schwarz und die Teilnehmer der Exkursion konnten sich dabei nicht nur über den Betrieb informieren, sie erhielten auch einen interessanten Einblick in die Geheimnisse des Fensterbaus. Claus Schwarzmann, sein Vater Felix und Sohn Jan erläuterten die Winterschlägerung des Holzes, die richtige Lagerung, Optimierung der Schnittqualität der Werkzeuge, die Perfektionierung der Oberflächentechnik und vieles mehr. Dabei wurde auch live ein Fensterrahmen produziert und demonstriert, wie Kunden in Zusammenarbeit mit den Fensterprofis sogar selbst Hand anlegen und ihre eigenen Fenster ölen, seifen oder lackieren können.

Bei „Holz von hier“ dabei

Schwarzmann ist natürlich auch bei der Initiative „Holz von hier“ dabei. Die am meisten verwendeten Baum­arten Fichte und Tanne stammen seit Jahrzehnten aus heimischen Wäldern und es entspricht der Firmenphilosophie, das nun offizielle Landesprojekt zu unterstützen.

Nach dem eindrucksvollen Besuch beim Fenstermacher in Schoppernau hat der Verein der Werkraumfreunde eine Exkursion in die Küfer-Manufaktur von Peter Lässer in Hittisau ins Auge gefasst.

Wann dies allerdings organisiert werden kann, hängt von der Entwicklung der Coronasituation ab. Im Gespräch mit der VN-Heimat betont Vorstandsmitglied Margit Hinterholzer, dass man alles daransetzen werde, diese Firmenbesuche weiterzuführen, denn „der Verein der Werkraumfreunde schafft es gemeinsam mit den unterschiedlichsten Mitgliedern des Werkraum Bregenzerwald immer wieder, Emotionen und Wissen der passionierten Handwerker eindrücklich zu vermitteln.“

Die Teilnahme an den Werkstatt-Führungen ist nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern auch für Interessierte möglich – selbstverständlich fallen keine Kosten an. So bald im neuen Jahr wieder Planungssicherheit besteht, werden Termine unter www.werkraum.at/freunde bekannt gegeben. STP

<p class="caption">Trotz Coronabeschränkungen mit Abstandsregeln und reduzierter Teilnehmerzahl konnte der Betriebsbesuch erfolgreich abgewickelt werden.</p><p class="caption"/>

Trotz Coronabeschränkungen mit Abstandsregeln und reduzierter Teilnehmerzahl konnte der Betriebsbesuch erfolgreich abgewickelt werden.

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