Die Stadt und ihre Menschen

Vorarlberg / 12.11.2020 • 16:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alter, Herkunft, religiöse Zugehörigkeit, Gesundheit, sexuelle Orientierung – connecthumans will anregen, über Vorurteile nachzudenken und sich mit der eigenen Stadt und den Menschen zu beschäftigen.<span class="copyright">Bröll/Schachenhofer</span>
Alter, Herkunft, religiöse Zugehörigkeit, Gesundheit, sexuelle Orientierung – connecthumans will anregen, über Vorurteile nachzudenken und sich mit der eigenen Stadt und den Menschen zu beschäftigen.Bröll/Schachenhofer

Ausstellung connecthumans noch bis 15. November an öffentlichen Orten frei zugänglich.

Feldkirch Kurz vor dem zweiten Lockdown, am letzten Septemberwochenende, war es noch möglich, dass sich rund 50 Personen zu einem Frühstück im Alten Hallenbad versammelt haben. Der Grund für das Treffen war, sich auf das – in Vorarlberg – neue Kunstformat connecthumans einzulassen und ebendieses feierlich zu eröffnen.

Diversität im Mittelpunkt

Seitdem sind an sieben Standorten im öffentlichen Raum, die durchgehend zugänglich sind, noch bis ­15. November Porträtbilder mit Antworten auf gestellte Fragen platziert. Vom Vorplatz des Montforthauses über das Reichenfeld oder die Schattenburg, den Wildpark und das Palais Liechtenstein bis hin zur Mittelschule Gisingen und dem Bundesgymnasium in Feldkirch. Die Menschen, die auf den Bildern zu sehen sind, wurden im Sommer direkt in Feldkirch auf der Straße angesprochen und porträtiert.

Bewohner und Besucher der Stadt werden durch die Betrachtung der Bilder eingeladen, in der bestehenden Vielfalt der Gesellschaft das Gemeinsame, das Verbindende zu erkennen; das Menschsein zu erfahren. Dragana Balinovic als Initiatorin: „Es soll anregen, über Vorurteile in Hinsicht auf Alter, Gesundheit, sexuelle Orientierung, religiöse Zugehörigkeit oder Herkunft nachzudenken. So können soziokulturell vielfältige Gesellschaften ihr volles Potenzial entwickeln.“ connecthumans bietet die Möglichkeit, sich mit der eigenen Stadt und den Menschen zu beschäftigen.

Ein Miteinander

Das ehrenamtlich arbeitende zehnköpfige Team von connecthumans freute sich über die Wertschätzung, die ihm im Rahmen der Eröffnung von Harald F. Petermichl (Stadt Feldkirch) entgegengebracht wurde: „Es ist ein Statement: connecthumans. Ein Statement für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander und die gesellschaftliche Diversität. Ein Statement, um Ängste und Barrieren abzubauen, ein Statement gegen Vorurteile. Für Menschlichkeit.“ Petermichl lädt ein, sich bei einem Spaziergang durch die Stadt selbst ein Bild davon zu machen.

Julia Beck bedankte sich bei allen Mitwirkenden, Mitgestaltenden, Unterstützern und Förderern der Umsetzung 2020 in Feldkirch und gab den Ausblick: „connecthumans ist ein Format, das in Zukunft auf andere Städte und Gemeinden umgelegt wird. connecthumans wandert. Auch in deine Stadt.“

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.connecthumans.at.

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