Eissportverein Rankweil boomt bei Jugend

Vorarlberg / 13.11.2020 • 15:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Sektion Eiskunstlauf findet regen Zulauf. Auf dem Bild einige der fast 40 Kinder und Jugendlichen bei einem Schaulauf. L. Knobel
Die Sektion Eiskunstlauf findet regen Zulauf. Auf dem Bild einige der fast 40 Kinder und Jugendlichen bei einem Schaulauf. L. Knobel

Nachfrage ist groß – doch Trainingsmöglichkeiten fehlen.

Rankweil Vor drei Jahren hat Sandy Marte-Tschann (30) beim Eissportverein Rankweil den Trainerposten in der Sektion Eiskunstlauf für zehn Kinder übernommen. Seit der letzten Saison ist die ehemalige Synchroneislauf-WM-Starterin auch sportliche Leiterin in der Sektion Eislauf. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Klauserin die Mitgliederzahl der Aktiven im Alter zwischen vier und 17 Jahren drastisch erhöhen: Die Nachfrage in den letzten beiden Jahren war groß – fast 40 Schüler und Jugendliche sind aktuell dabei, das bedeutet die höchste Zahl an Eiskunstläufern seit der Vereinsgründung.

Eiskunstlauf als Ganzjahressport

Nun aber steht die Rankweiler Truppe vor einem Problem: Im November bleibt die Kunsteisbahn Gastra für Trainingszwecke im Eiskunstlaufen gesperrt. Ab Dezember, so hofft man jedenfalls im Lager des Eissportvereins – insbesondere in der Sektion Eislauf –, sollten die Trainingseinheiten auf dem Eis aber endlich wieder aufgenommen werden können. In der zwangsweise eisfreien Zeit werden Online-Trainings für die Aktiven angeboten.

„Ich habe nur genau drei Stunden pro Woche mit 38 Kindern zur Verfügung, was wirklich zu wenig ist, um den Eiskunstlaufsport auszuüben. In Rankweil ist die Saison sehr kurz und mittlerweile ist Eiskunstlaufen ein Ganzjahressport geworden. Wir sind stets bemüht, die Nachwuchsläufer zu fördern, und dazu braucht es auch die Rahmenbedingungen“, betont Marte-Tschann. Mit den talentierten Läufern und der Fördergruppe können zumindest zusätzliche Einheiten in der Feldkircher Eishalle über die Bühne gehen.

Junge Talente und Hoffnungsträger

Das rasante Wachstum und die schnelle Weiterentwicklung tragen bereits erste Früchte. Ein Trio aus Rankweil startete im Vorjahr bei diversen Wettkämpfen und konnte auch schon gute Ergebnisse einfahren. Eine große Zukunftshoffnung ist die erst zehnjährige Feldkircherin Sophie Wüstner. Sie gehört als erste Sportlerin des ESV Rankweil dem Vorarlberger Hoffnungskader an und erhält auch eine spezielle sportliche Förderung. Mit Belinda Dorant, Mira Biedermann, Lea Osirnigg und Paulina Vielgut stehen vier weitere junge Talente vor ihrem ersten Wettkampf.

In den letzten beiden Saisonen gab es eine vereinsinterne Show auf dem Eis zu bewundern – das Zuschauerinteresse war groß. Diese Show ist heuer aufgrund der Pandemie jedoch nicht umsetzbar. VN-TK

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