„Es ist ein Vorprojekt“

Vorarlberg / 13.11.2020 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ministerin Gewessler zur S 18: „Pandemie hat eher geringe Auswirkung.“APA
Ministerin Gewessler zur S 18: „Pandemie hat eher geringe Auswirkung.“APA

Sollten andere Varianten vorliegen, würden auch die geprüft, sagt die Verkehrsministerin.

Wien Es war die zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler von den Grünen, die Landeshauptmann Markus Wallner am Mittwoch über die Entscheidung der Asfinag zur S 18 berichtete. Den VN erklärt sie, wie realistisch die S 18 ist und welche Rolle mögliche andere Varianten spielen. Unzählige weitere Schritte stünden erst bevor.

1,5 Milliarden Euro für eine Umfahrungsstraße in Zeiten der Corona-Budgets: Ist mit Blick auf diesen Betrag ein Projekt wie die S 18 überhaupt realistisch?

Die Planungen der S 18 dauern mittlerweile rund 30 Jahre. Dabei handelt es sich aktuell um ein Vorprojekt, in dessen Rahmen die Asfinag eine Variante auswählt und genauer untersucht. Bis zum tatsächlichen Bau einer Straße braucht es jedoch unzählige weitere Schritte und Genehmigungen. Die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden in diesem Zeitraum voraussichtlich eher geringe Auswirkungen haben. Unbestritten ist jedoch die notwendige Veränderung unserer Mobilität im Kampf gegen die Klimakrise. Wir werden in Zukunft anders mobil sein als heute.

Die Grünen in Vorarlberg bringen wieder andere Varianten ins Spiel, die schneller realisierbar wären und weniger kosten würden, sagen sie. Wäre es sinnvoll, noch einmal über die Varianten zu diskutieren oder wird man die CP-Variante bis zum Ende verfolgen?

Die Asfinag untersucht nun im Rahmen des Vorprojekts eine konkrete Variante und wird als Projektwerberin diese genauer evaluieren. Sollte vonseiten der Vorarlberger Verantwortlichen eine weitere neue Variante vorgelegt werden, wird auch diese geprüft werden.

Sie haben Landeshauptmann Markus Wallner als Ersten am Telefon informiert, allerdings weder den zuständigen Landesrat Marco Tittler noch den Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer. Sie haben es aus den Medien erfahren. Wäre es Aufgabe des Landeshauptmannes gewesen?

Ich habe im Sinne einer guten Zusammenarbeit Landeshauptmann Markus Wallner telefonisch über die bevorstehende Entscheidung informiert. Die Asfinag ist mit den betreffenden Stellen im Bundesland in laufendem Kontakt. VN-mip

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